Es war ein besonderes Experiment, das eindeutig geglückt ist: der erste ökumenische Gottesdienst für Tiere. Vom Hamster über den Goldfisch hätten alle Tiere kommen düren. Am Ende waren vor allem viele Hunde mit ihren Herrchen und Frauchen in den Pauluspark an der Pauluskirche gekommen, um den Gottesdienst bei bestem Wetter unter freiem Himmel zu feiern. Mit dabei waren auch zwei griechische Landschildkröten und einige tierische Kuscheltiere von Kindern.
Wir müssen als Kirche auch für die Menschen mit Tieren zuhause ein Angebot machen.
Statt Menschen wurden an diesem Tag Hunde gesegnet. Die Idee dazu hatte Pfarrerin Janina Tamm. Aus ihrem Büro heraus sieht sie regelmäßig viele Spaziergänger mit Hund. Da viele Menschen ihr Tier nicht allein zu Hause lassen möchten oder wollen und deshalb auf Angebote der Kirche verzichten, musste eine Lösung her. "Wir müssen für die Menschen mit Tieren zuhause als Kirche auch ein Angebot machen", begründet Tamm die Idee. In der Kirche funktioniert das nicht, draußen aber sehr wohl: Gefeiert wurde im Park an der Pauluskirche, mit einem Rondell, das wie ein kleines Amphitheater wirkt.
Kirche will Tierhalter bei Gottesdienst in Pirmasens nicht ausschließen
Der Gottesdienst begann um 10 Uhr und ging bewusst nur eine halbe Stunde. Gehalten hat ihn Pfarrerin Tamm ökomenische, gemeinsam mit ihrem katholischen Kollegen und Pastoralreferenten Carlo Wingerter. Dabei ging es unter anderem über einen weitgehend unbekannten Hund aus der Bibel. Carlo Wingerter berichtete über die besondere Beziehung zu seinem Vierbeiner, der seit gut einem Jahr nicht mehr lebt. Anschließend gab es für alle, die wollten, Einzelsegnungen.
Gottesdienst in Pirmasens endete mit einem gemeinsamen Essen
Nach dem Gottesdienst wurde noch gemeinsam etwas gegessen und getrunken. Aufgrund des großen Zuspruchs planen Pfarrerin Janina Tamm und Carlo Wingerter, den Tiergottesdienst ab sofort jedes Jahr zu feiern.