Gezählt wird, wie viele Blitze pro Quadratkilometer in den Boden einschlagen. Daraus ergibt sich dann eine bestimmte Blitzdichte pro Quadratkilometer. Erfasst wird das zum Beispiel vom Informationsdienst Aldis/Blids in Wien.
Kaiserslautern ist Spitzenreiter bei Blitzen
Kaiserslautern hatte demnach im vergangenen Jahr die höchste Blitzdichte im Land. Laut Informationsdienst kam die Stadt auf eine Blitzdichte von 0,55 pro Quadratkilometer. Insgesamt schlugen 81 Blitze ein.
Die zweithöchste Blitzdichte in Rheinland-Pfalz hatte laut Infodienst im vergangenen Jahr die Stadt Worms - mit 0,54. Hier schlugen den Angaben zufolge 60 Blitze ein. Auf Platz drei folgt Frankenthal mit einem Wert von 0,46. Gezählt wurden hier insgesamt 20 eingeschlagene Blitze.
Die Landeshauptstadt Mainz belegt einen mittleren Platz. Und im Rhein-Hunsrück-Kreis wurde die niedrigste Dichte gemessen. In ganz Rheinland-Pfalz schlug den Angaben zufolge 5.807 Mal der Blitz in den Boden ein.
Kaufbeuren mit höchster Blitzdichte in Deutschland
Deutschlands Blitzhauptstadt ist Kaufbeuren im bayerischen Allgäu, wo mit 1,23 die höchste Blitzdichte gemessen wurde. Im norddeutschen Kiel war die Blitzdichte mit 0,05 am niedrigsten.
2025 war ein blitzarmes Jahr
Insgesamt hat es in Deutschland 2025 ungewöhnlich selten geblitzt. 99.930 Erdblitze (eingeschlagene Blitze) zählte der Informationsdienst im Jahresverlauf. Das waren nicht einmal halb so viele wie im Vorjahr, als die Experten 209.619 Einschläge registrierten.
Darum gibt es in Kaiserslautern mehr Blitze als anderswo
Wie häufig Blitze entstehen, hängt stark vom Wetter ab. Wärme und Feuchtigkeit machen sie wahrscheinlicher, weswegen sie vor allem im Sommer auftreten, in besonders trockenen Jahren aber tendenziell seltener sind.
Über Bergland, wie dem Pfälzerwald beispielsweise, steigt die Luft bei schwülwarmen Wetterlagen auf. Und da entstünden gerne Gewitter, erklärt SWR1 Wetterexperte Hartmut Mühlbauer. Diese kämen meist von Südwesten her, von Frankreich - und im östlichen Hunsrück würden sie sich dann meist schon wieder abschwächen, so Mühlbauer. Deshalb habe der Rhein-Hunsrück-Kreis auch eine niedrigere Blitzdichte.
Aldis/Blids zählt nur Erdblitze
Die von Aldis/Blids erhobenen Zahlen unterscheiden sich von anderen Blitzstatistiken, die daher teilweise zu deutlich anderen Ergebnissen kommen. In der hier genannten Statistik zählen nur Erdblitze - also Einschläge und keine Entladungen in den Wolken - und jeder Blitz nur einmal.