Innere Sicherheit

Grenzkontrollen: Schweitzer sieht negative Folgen für Pendler und Wirtschaft

Die Grenzkontrollen zwischen Luxemburg, Frankreich oder Belgien und Rheinland-Pfalz sind umstritten. Ministerpräsident Alexander Schweitzer spricht von ersten negativen Folgen.

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Es erreichten ihn kritische Meldungen aus der Region Trier. Da heiße es, die Grenzkontrollen seien belastend für einige Unternehmen, so der rheinland-pfälzische Ministerpräsident (SPD).

Schweitzer: Grenzkontrollen dürfen "kein Dauerzustand werden"

"Es ist doch völlig klar, dass wir als Deutschland natürlich das Recht haben, unsere Außengrenzen zu kontrollieren. Aber genauso klar ist, dass diese Grenzkontrollen [...] nie als Dauerzustand angekündigt waren und demzufolge auch kein Dauerzustand werden dürfen", sagte Schweitzer der Deutschen Presseagentur am Montag.

Er stimme mit den großen Arbeitgebern, Unternehmen oder den Kammern überein, die sagen, es könne mit den Grenzkontrollen nicht einfach so weitergehen. Zuvor hatte auch die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) Kritik am jetzigen System geübt. Es belaste Pendlerinnen, Pendler und die Wirtschaft

Luxemburg/Trier/Saarbrücken
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Umfrage: Situation für Pendler und Wirtschaft "besorgniserregend"

Zu ähnlichen Aussagen kommt auch die Deutsch-Luxemburgische Wirtschaftsinitiative (DLWI). Sie hatte im Frühjahr 2025 eine Umfrage unter 300 Unternehmen und Einzelpersonen durchgeführt.

Stefan Pelger, Präsident der DLWI, sagte damals bereits, dass zum Beispiel die Belastung für Pendler und Betriebe in den Grenzregionen von Luxemburg und Deutschland sehr besorgniserregend sei.

Laut dieser DLWI-Umfrage dachten mehr als 33 Prozent der Befragten in den Grenzregionen über einen Wechsel des Arbeitsplatzes nach.

Mehr als zehn Prozent berichteten von finanziellen Einbußen. Dabei gehe es zum Beispiel um unbezahlte Überstunden oder zusätzliche Fahrtkosten. Über 80 Prozent der Befragten bewerteten demnach die Grenzkontrollen als nicht effizient.

Pendler zu Grenzkontrollen: Mehr Stress, weniger Freiheit

Die Grenzkontrollen bleiben umstritten. Was für die einen mehr Sicherheit bedeutet, sehen die anderen als mehr Stress oder weniger Freiheit an. So sagte Martine, eine Frau an der luxemburgisch-deutschen Grenze, zu den ARD-Reportern von "Bundesvibe": "Wir haben Familie hier vorne in Deutschland und das Rüberfahren ist dann doch etwas eingeschränkt, da müssen wir Zeit einplanen."

Und Uta Kraus, die gerade von einem Camping aus Luxemburg zurückfuhr, meinte, dass das mit den Grenzkontrollen ein Europa sei, welches sie nicht so gerne möge. Und - sie würde sich auch wünschen, dass die Kinder nicht innerhalb solcher "Denkgrenzen" aufwachsen.

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SWR