Während die Einsatzkräfte am Rotenfels im Kreis Bad Kreuznach tagelang gegen den Waldbrand kämpften, lief im Hintergrund ein ebenso wichtiger Einsatz: die Versorgung der Helfer mit Essen und Getränken.
Spezieller Lkw bringt Tausende Flaschen zu Einsatzkräften
Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) brachte nach eigenen Angaben insgesamt 10.000 Mahlzeiten, 2.500 Kisten Wasser sowie rund eine halbe Tonne Obst ins Einsatzgebiet.
Ein speziell ausgerüsteter Lastwagen des DRK sei in den vergangenen Tagen mehrfach in das Waldbrandgebiet gefahren. Er fasste demnach knapp 6.000 Getränkeflaschen. Parallel dazu habe die Feldküche fast rund um die Uhr gearbeitet.
Einsatzkräfte in solchen Lagen bräuchten natürlich gute Verpflegung und viel zu trinken, sagt Philipp Köhler vom DRK.
Mehr als nur die klassische "Gulaschkanone"
Die Feldküche habe täglich drei Mahlzeiten für die Einsatzkräfte zubereitet und ausgeliefert. Zusätzlich habe es drei Mal am Tag Snacks für die Pausen gegeben.
Das Angebot sei deutlich vielseitiger gewesen als das Klischee der klassischen Gulaschkanone. Auf dem Speiseplan hätten unter anderem Spaghetti mit Gemüse-Tomaten-Sauce gestanden.
Zudem habe es kleine Pizzateilchen, Frühstück mit Brot und Wurst, Snacks für zwischendurch sowie viel Obst gegeben. Auch Wassereis sei organisiert worden. "Viel Obst, weil das einfach gut kühl war, das konnte man hinbringen", sagt Helferin Dominique Oehler.
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Große logistische Herausforderung für DRK
Die Versorgung über mehrere Tage hinweg sei eine logistische Herausforderung gewesen. Nach Angaben des DRK kamen dabei speziell ausgebildete Feldköche zum Einsatz.
Es seien Feldköche im Einsatz gewesen, die für solche Lagen ausgebildet seien, über das passende Material verfügten und viel Erfahrung mitbrächten, so DRK-Vertreter Köhler. Erfahrungen habe man unter anderem während des Einsatzes im Ahrtal gesammelt. Zudem sei das Team durch Helfer anderer DRK-Kreisverbände und das Technische Hilfswerk (THW) verstärkt worden.
Zeitweise 700 Einsatzkräfte täglich mit Mahlzeiten versorgt
In Spitzenzeiten seien bis zu 700 Einsatzkräfte pro Tag mit Essen versorgt worden. Inzwischen habe sich die Zahl auf etwa 120 reduziert.
Für die aktuelle Versorgung reichten Pick-ups aus, die die Mahlzeiten zu einer Sammelstelle am Waldrand transportierten.
Einsatz bei Waldbrand: "Ohne Mampf kein Kampf"
Bei den Einsatzkräften kam die Unterstützung gut an. Ein Helfer betonte die Bedeutung der Verpflegung für die Arbeit im Einsatzgebiet.
"Ich würde mal sagen: Ohne Mampf kein Kampf", bringt es Maximilian Eich von der Freiwilligen Feuerwehr Eich auf den Punkt. Eine gute Essensversorgung sei sehr wichtig, damit die Einsatzkräfte ihre Arbeit leisten könnten. Die Einsatzkräfte seien froh über die Versorgung durch DRK und THW in den vergangenen Tagen.
Nach der Essenspause ging es für die Einsatzkräfte wieder zurück an ihre Aufgabe: den Kampf gegen die verbliebenen Glutnester im Wald.
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