Radrouten speziell für Pendler - in Rheinland-Pfalz gibt es sie schon, insgesamt sieben Routen mit einer geplanten Strecke von 370 Kilometern Länge. Der große Haken: einige Kilometer fehlen noch.
Nach Angaben von Verkehrsministerin Daniela Schmitt (FDP) müssen aktuell noch etwas mehr als 40 Kilometer Radweg neu gebaut werden. In allen Fällen soll es spätestens nächstes Jahr damit losgehen.
Folgende Strecken sind für die Pendler-Radrouten vorgesehen:
- von Bingen nach Mainz
- am Oberrhein zwischen Worms und Karlsruhe/Wörth
- von Konz via Trier bis Schweich
- von Landau bis Neustadt/Weinstraße
- von Kaiserslautern bis Landstuhl
- von Koblenz nach Norden bis zur Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen und nach Süden bis Boppard.
Die meisten Kilometer der Strecken sind laut Schmitt bereits nutzbar - immerhin mehr als 330 Kilometer. Aber: viele bereits vorhandene Radwege müssten noch verbessert werden, damit sie die Standards für Pendler-Radrouten erfüllen. Dazu gehört eine Fahrbahnbreite von mindestens drei Metern, einheitliche weiß-grüne Markierungen und ein bestimmter Straßenbelag.
"Die Projekte sind in der Tat unterschiedlich vorangeschritten", räumte Schmitt am Dienstag bei einem Pressetermin an der Pendler-Radroute Mainz-Bingen in Heidesheim ein. "Aber wichtig ist, dass grundsätzlich weitestgehend die Möglichkeit besteht, auf den Radwegen zu fahren."
ADFC: "Flickenteppich" statt durchgängige Strecken
Kritik am Stand der Umsetzung kommt vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC). "Wer täglich pendelt, braucht durchgängig sichere, direkte und komfortable Strecken - keine Flickenteppiche, die irgendwie befahrbar sind", sagte Robert Wöhler, Landesgeschäftsführer des ADFC in Rheinland-Pfalz. Außerdem fehlten mitunter Querungen oder Engstellen seien nur provisorisch markiert. Damit bleibe für viele der "Umstieg im Alltag zäh".