In Rheinbrohl hat die rheinland-pfälzische Wirtschafts- und Verkehrsministerin Daniela Schmitt (FDP) die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie an die Beteiligten übergeben. Dabei wurde die Strecke von Koblenz bis nach Nordrhein-Westfalen untersucht.
Es ist die letzte Studie zu insgesamt sieben möglichen Pendler-Radrouten in Rheinland-Pfalz. Weitere Routen sind zum Beispiel von Koblenz nach Boppard und Bad Ems. Verkehrsministerin Schmitt betonte, dass die Machbarkeitsstudie zeige, dass die Pendler-Radroute sinnvoll und umsetzbar sei.
Standards für Pendler-Radrouten
Eine Voraussetzung für eine Pendler-Radroute ist die Breite des Weges. Er soll mindestens drei Meter breit sein, damit Fahrradfahrer schneller vorankommen - und dass auch möglichst klar getrennt vom Autoverkehr und von Fußgängern. Die Fahrrad-Pendler sollen außerdem möglichst Vorfahrt an Kreuzungen haben und ohne Umwege ans Ziel kommen.
Die Strecke ist laut dem Verkehrsministerium insgesamt 133 Kilometer lang, dabei soll auch die Stadt Bad-Neuenahr mit angebunden werden. Viele Sachen - wie Markierungen zum Beispiel - seien auch kurz- bis mittelfristig umsetzbar, sagt der Leiter der Machbarkeitsstudie, Thomas Baumann. Veränderungen an der Strecke selbst können aber auch länger dauern. Das ist dann der Fall, wenn zum Beispiel Unterführungen mit eingebunden werden müssen, so Baumann.
Fahrradclub fordert eine einheitliche Umsetzung
Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) in Rheinland-Pfalz findet es grundsätzlich gut, dass es nun eine Machbarkeitsstudie für diese Radstrecke gibt. Kritisch sieht der Verband allerdings, dass die Gemeinden die Radwege selbst umgestalten und sanieren müssen. So sei es kaum möglich, dass Projekt schnell umzusetzen.