Der 55-jährige Mann hat sich im Laufe des Dezember in U-Haft das Leben genommen, wie die Staatsanwaltschaft Ulm jetzt mitteilte. Hinweise auf ein Fremdverschulden gibt es laut Mitteilung nicht, die Ermittlungen zur Todesursache seien allerdings noch nicht abgeschlossen.
Vor dem Suizid hatte die Behörde ebenfalls im Dezember Anklage gegen den Mann wegen versuchten Mordes erhoben. Er soll im September 2025, erheblich alkoholisiert, von einem Hochhaus in Ulm-Wiblingen Steine und Flaschen geworfen haben, vom Balkon einer Wohnung im achten Stock. Unten spielten vier Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren. Laut Staatsanwaltschaft hat der Mann bei seiner Vernehmung eingeräumt, Flaschen geworfen zu haben, damit Ruhe einkehre. Töten habe er niemanden wollen. Die Kinder wurden nicht getroffen und nicht verletzt.
Ermittlungen wegen versuchten Totschlags Ulm: Mann wirft aus dem 8. Stock Steine auf Kleinkinder
Ein 55-jähriger Mann soll Steine und Flaschen aus dem achten Stock eines Ulmer Mehrfamilienhauses geworfen haben. Sein Ziel waren offenbar spielende Kinder. Er sitzt in Untersuchungshaft.
Die Staatsanwaltschaft beurteilt den Vorfall allerdings als versuchten Mord. Er habe heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen gehandelt. Die Würfe von harten Gegenständen aus einer Höhe von rund 30 Metern seien nicht kontrollierbar gewesen. Die Steine und Flaschen hätten die Kinder tödlich treffen können.