Diese Geschichte wird wohl für immer in die Annalen einer Familie aus Ehingen eingehen. Auch die rund 50 Rettungskräfte werden sich mit einem Schmunzeln und vor allem mit großer Erleichterung daran erinnern. Was als dramatischer Notruf in der Integrierten Leitstelle begann, endete völlig anders.
Am Montagabend hat ein aufgeregter Anrufer einen Großeinsatz in Ehingen ausgelöst, berichtete zuerst die "Südwest Presse". Wie Stadtbrandmeister Oliver Burget bestätigte, stellte sich der Fall zunächst dramatisch dar.
Notruf aus der Nähe der Schmiech in Ehingen
Der Anrufer konnte kaum Deutsch. Es seien nur die Worte "Wasser" und "Baby" zu verstehen gewesen. Dazu habe man Aufregung im Hintergrund gehört. Die automatische Anrufortung der Leitstelle zeigte einen Standort nahe des Flüsschens Schmiech an.
In der Leitstelle schloss man daraus, dass ein Baby ins Wasser der Schmiech gefallen war. Es wurden umfangreich Rettungskräfte alarmiert: die Feuerwehr mit mehreren Fahrzeugen, die DLRG mit Booten, die Drohnen-Staffel des Alb-Donau-Kreises. Doch dies alles wurde am Ende nicht benötigt.
Kein Baby in Gefahr
Schon nach wenigen Minuten gab es Entwarnung. Als der erste Rettungswagen aus nächster Nähe eintraf, stellte sich heraus, dass kein Baby ins Wasser gefallen war. Ganz im Gegenteil: Bei einer schwangeren Frau hatte die Geburt eingesetzt. Die Fruchtblase mit dem Fruchtwasser war geplatzt. Dieses Wasser hatte der Anrufer gemeint.
Der Einsatz konnte schon bald abgebrochen werden. Die werdende Mutter erreichte noch rechtzeitig ein Krankenhaus. Das Baby kam dort im Kreißsaal zur Welt. Mutter und Kind sind wohlauf.