Erneut knackt der Einstein-Marathon den Teilnehmerrekord - rund 14.000 Läuferinnen und Läufer schafften in verschiedenen Disziplinen den Zieleinlauf vor dem Ulmer Münster. Schnellster Mann war der Pole Karol Galas mit 2:29:02. Galas war rund neun Minuten schneller als der zweitplatzierte Richard Schuhmacher und rund 20 Minuten schneller als die schnellste Frau - Verena Cerna vom SSV Ulm.
Mit den letzten Meldungen noch eine Stunde vor dem Start waren mehr als 16.000 Menschen, ebenfalls ein Rekord. Nicht alle traten jedoch an oder kamen bis ins Ziel.
Partystimmung an der Strecke
Das gute Wetter lockte Tausende applaudierende Zuschauer an die Strecke. Mit akrobatischen Einlagen und zum Teil lustigen Kostümen sorgten sie fast schon für Volksfestatmosphäre entlang der Strecke. Gut ein Dutzend Bands unterschiedlichster Genres verbreiteten zusätzlich gute Stimmung bei Sonnenschein und 25 Grad.
Kinder ausnahmsweise beim Halbmarathon in Ulm dabei
Erstmals traten auch Kinder und Jugendliche gemeinsam in einer Art Staffellauf beim Halbmarathon gegen Erwachsene an. Eigentlich ist die Teilnahme am Halbmarathon in Ulm erst ab 16 Jahren erlaubt. Doch dieses Mal durften auch Kinder und Jugendliche ran. Der Plan: Sie teilen sich die 21 Kilometer auf und wollen mit dem Staffellauf dann schneller sein als die Siegerin und der Sieger der Erwachsenen.
Das hat nicht ganz geklappt - aber fast: Die Kids-Staffel kam nach 1:16:21 ins Ziel - rund sieben Minuten nach Tobias Ritter, dem Halbmarathon-Sieger bei den Männern (1:07:19) und nur rund vier Minuten nach der schnellsten Frau des Halbmarathons - Alina Reh (1:12:37).
Erneuter Teilnehmerrekord Einstein-Marathon Ulm: Warum laufen so viele?
Die 22. Auflage des Einstein-Marathons in Ulm verzeichnet einen Teilnehmerrekord. Schon wieder. Seit Jahren steigen die Zahlen. Doch woher kommt der Trend zum Laufen?
Neuer Rekord: 16.200 Anmeldungen
Insgesamt hatte sich die Rekordzahl von 16.200 Läuferinnen und Läufer zum 22. Einstein-Marathon angemeldet. Nicht alle sind wirklich erschienen, manche wiederum brachen unterwegs ab. Das Ziel haben etwa 14.000 erreicht, teilte die Veranstalter am Sonntagnachmittag mit.
14 Läufer landen im Krankenhaus
Am späten Nachmittag zogen auch die Rettungskräfte Bilanz. Insgesamt 126 Teilnehmer mussten entlang der Strecke medizinisch behandelt werden - deutlich mehr als in den vergangenen Jahren. "Zu viel Sonne, zu wenig Flüssigkeit. In den meisten Fällen blieb es relativ harmlos", erklärte der Leitende Notarzt. Allerdings mussten 14 Läuferinnen und Läufer ins Krankenhaus gebracht werden.
Der schlimmste Fall ereignete sich an der Strecke in Neu-Ulm, wo ein Halbmarathonläufer zusammenbrach und dann bewusstlos mit einer Körpertemperatur von 42 Grad aufgefunden wurde. "Ein absolut lebensbedrohlicher Zustand", sagte der Notfallmediziner. Der Mann wurde sofort in die Klinik gebracht.