Das Jugend- und Kulturzentrum in Ellwangen hatte vor gut zwei Wochen eine Fahrraddemo in Ellwangen organisiert. "Mehr Platz fürs Rad" lautete die Forderung, die unter anderem auch auf das Pflaster in der Fußgängerzone gesprüht wurde. Das Problem: Auch heute noch zieren die Schriftzüge gut leserlich den Boden in der Innenstadt. Zuvor berichtete die Schwäbische Post davon. Geplant waren diese Langzeitparolen nicht, sagte ein Sprecher der Stadt.
Sprühlack statt Sprühkreide: Baubetriebshof verwechselt Dose
Eigentlich sollte der Regen die Sprühparolen wieder wegwischen. Eigentlich. Wie auch schon in den Jahren zuvor, war es den Jugendlichen erlaubt, mit Sprühkreide auf ihre Veranstaltung aufmerksam zu machen. Am Wochenende wunderten sich nun aber einige Bügerinnen und Bürger, die den Ellwanger Herbstmarkt besuchten. Die Parolen sind immer noch da, obwohl es geregnet hat.
Schnell wurde klar, dass es bei der Ausgabe der Sprühdosen wohl zu einer Verwechslung kam. Wie der Baubetriebshof bestätigte, hatte man den Jugendlichen versehentlich Sprühlack statt Sprühkreide gegeben - und der haftet hartnäckig auf Asphalt und dem Granitbelag in der Fußgängerzone.
Fauxpas sorgt für Schmunzler
Die Reaktionen in der Ellwangern Innenstadt fallen ganz unterschiedlich aus. "Schon etwas ärgerlich", sagt eine Frau in der Fußgängerzone. "Ist doch ihr Problem, wenn die Stadt den Lack austeilt", sagt ein anderer. Viele nehmen es mit Humor: "Ich find's amüsant. Da stellt sich auch die Frage, ob man es nicht einfach lässt", sagt ein Passant. "Denn es ist ja doch eine Geschichte dahinter und so schrecklich finde ich es ehrlich gesagt auch nicht."
Hersteller von Sprühlack kontaktiert
Nach der Verwechslung hat die Stadt Ellwangen jetzt den Hersteller der Farbe kontaktiert, um zu erfahren wie, die Farbe entfernt werden kann. Wie hoch der Schaden ist, kann die Stadt noch nicht sagen. Ziel sei es nun erst einmal, die Hinterlassenschaften der Fahrraddemo zu entfernen.