Der mit Stahlplatten beladene Güterzug war auf dem Weg von Dillingen/Saar nach Biberach, als eine der beiden vorgespannten Dieselloks einen Motorschaden hatte. Dies bestätigte ein Sprecher der Bundespolizeiinspektion Stuttgart am Mittwochvormittag. Der Zugführer konnte den schweren Zug in der Nähe des Bahnhofs Ulm-Einsingen zum Stehen bringen.
Die defekte Diesellok hatte auf gut einem Kilometer Länge rund 700 Liter Öl und Kühlflüssigkeit verloren. Die Bahnstrecke Ulm-Erbach war für gut zwei Stunden gesperrt. Reisende mussten auf Busse umsteigen. Es kam zu Verspätungen und Zugausfällen.
Die Feuerwehr sicherte die Unfallstelle und streute die Ölspur an einem Bahnübergang mit Bindemittel ab. Beamte der Bundespolizei sowie der Umwelt- und Wasserschutzbehörde waren am Dienstagnachmittag vor Ort und begutachteten die Strecke.
Auf Umweltschäden wollen Experten der Deutschen Bahn den betroffenen Streckenabschnitt noch untersuchen. Laut der Wasserschutzbehörde der Stadt Ulm hat die Diesellok vermutlich keinen größeren Schaden angerichtet. Motoröl und Kühlflüssigkeit hätten sich auf etwa einen Kilometer verteilt, so dass nur wenige Tropfen im Erdreich versickert seien.
Liegengebliebene Diesellok erreicht doch noch ihr Ziel
Trotz des Lok-Ausfalls erreichte der liegengebliebene Güterzug am Ende sein Ziel in Biberach: Die zweite, betriebsbereite Lok zog den Zug bis zum Bahnhof Erbach. Dort wurde die defekte Lok abgekoppelt und zur Reparatur nach Ulm geschleppt. Die zweite Lok brachte den schwer beladenen Güterzug dann nach Biberach.