In Bernstadt (Alb-Donau-Kreis) ist ein Wohnhaus in den ersten Stunden des neuen Jahres abgebrannt. Die Bewohner wurden nicht verletzt. Sie waren nicht zuhause, als das Feuer ausbrach. Das Wohnhaus ist einsturzgefährdet. Die Gemeinde kündigt am Freitag gegenüber dem SWR Hilfe für die betroffene Familie an.
Beim Eintreffen der Feuerwehr waren die Flammen schon auf den Dachstuhl übergegangen. 90 Einsatzkräften waren vor Ort. Die Brandursache ist noch unklar. Die Rauchsäule in der 2.300-Einwohner-Gemeinde im Alb-Donau-Kreis war von Weitem zu sehen. Nach SWR-Informationen wurden rund um das Wohnhaus Feuerwerksraketen gezündet.
Brand in Bernstadt: Löschwasser gefriert auf der Straße
Zu schaffen machten den Feuerwehrleuten die eisigen Temperaturen. Das ablaufende Löschwasser gefror auf der Straße und verwandelte sie in eine glatte Eisfläche. Der Bauhof der Gemeinde rückte noch in der Nacht mit Streusalz an.
Bewohner aus einem benachbarten Haus versorgten die Einsatzkräfte mit warmem Tee und anderen Getränken.
Bernstadts Bürgermeister kündigt Hilfe für Familie an
"Die Gemeinde hat Räumlichkeiten bereitgestellt", sagte Bernstadts Bürgermeister Oliver Sühring (parteilos) am Freitag dem SWR. Die Familie könne die Unterkunft nutzen, wenn sie keinen Platz bei Freunden oder Verwandten finden würde, so Sühring.
Die Solidarität in der kleinen Gemeinde ist groß: Laut Stadtverwaltung haben sich bereits kurz nach dem Brand die ersten Bernstädterinnen und Bernstädter gemeldet und der Familie ihre Unterstützung angeboten, zum Beispiel Kleidung und Haushaltsgegenstände.
Weitere Einsätze in benachbarten Landkreisen
In Giengen an der Brenz (Kreis Heidenheim) ist bei einem Wohnhausbrand eine 84-jährige Bewohnerin ums Leben gekommen. Das Feuer war laut Polizei bereits am Silvestervormittag ausgebrochen. Andere Menschen in dem Haus seien unversehrt geblieben. Die 84-Jährige lebte allein, wie ein Polizeisprecher sagte. Die genaue Todesursache der Frau müsse noch geklärt werden, auch die Frage, ob sie infolge des Feuers am Silvestermorgen ums Leben kam. Hinweise auf eine Gewalttat gebe es nicht, hieß es von der Polizei. Auch die Brandursache ist den Angaben nach noch Teil der Ermittlungen der Kriminalpolizei. Hinweise auf einen möglichen Zusammenhang mit Silvesterfeuerwerk gibt es dem Sprecher zufolge aber nicht.
Im bayerischen Günzburg stand, wie in Bernstadt, in der Silvesternacht ein Wohnhaus in Flammen. Das Gebäude wurde stark beschädigt. Das Feuer war von einer brennenden Gartenhütte übergegangen. Verletzt wurde niemand. Der Schaden liegt bei rund 200.000 Euro.
In Senden im Kreis Neu-Ulm wurde ein vierjähriges Mädchen gegen Mitternacht von Feuerwerkskörpern im Gesicht getroffen. Das Kind wurde leicht verletzt und kam vorsorglich in ein Krankenhaus.
Einen kuriosen Einsatz meldet die Polizei aus Dillingen: Dort hat ein junger Mann mehrere Feuerwerksbatterien auf sein Autodach montiert und angezündet - um dann mit quietschenden Reifen im Kreis zu fahren. Als die Beamten ihn kontrollierten, entdeckten sie außerdem eine Schreckschusswaffe bei dem 26-Jährigen, für die er keinen Waffenschein hatte.