Einmal durch die Provence und Umbrien schlendern, ohne Tübingen zu verlassen: Von Mittwoch, 16. September, bis Sonntag, 20. September, zieht der Umbrisch-Provenzalische Markt wieder in die Altstadt. Die vielen Stände mit Spezialitäten aus Frankreich und Italien ziehen nicht nur Genießer sondern auch Schaulustige an.
Insgesamt sind 80 Händlerinnen und Händler dabei. 23 von ihnen kommen aus der Provence, 20 Gaststände aus Tübingens italienischer Partnerstadt Perugia. Dazu kommen 37 Stände und Geschäfte aus Tübingen. Wer durch die Altstadt läuft, kommt am Markt kaum vorbei: Von der Neckargasse über Holzmarkt und Marktplatz bis zur Krummen Brücke und in die umliegenden Gassen verteilen sich die Stände auf rund 10.000 Quadratmetern.
DEHOGA: Hotels in Tübingen sehr gut gebucht
Jährlich kommen rund 150.000 Menschen zum Umbrisch-Provenzalischen Markt. Das macht sich auch in den Hotels der Stadt bemerkbar. "Die Zimmer sind sehr, sehr gut gebucht", erzählt Herbert Rösch, Vorsitzender der Kreisstelle Tübingen des Deutschen Hotellerie- und Gastronomieverbands (DEHOGA). Wegen des Marktes gebe es auch Langzeitgäste, die mehrere Nächte bleiben.
Teurer seien die Hotelzimmer deshalb aber nicht. Denn: In Tübingen seien viele Hotels Inhabergeführt. Die richteten ihre Preise nicht danach, wie stark die Hotels ausgelastet seien. "Wir sind ja keine Kettenhotels, die strenge Richtlinien haben, wie die Preise bei Belegung erhöht werden." Ein Blick auf ein Hotelbuchungsportal zeigt: Für eine Nacht im Doppelzimmer zahlen Besucher mindestens 116 und höchstens knapp 400 Euro. Ein Kettenhotel in der Innenstadt verlangt beispielsweise fast 220 Euro.
Käse, Porchetta und französisches Gebäck
Auch auf dem Markt können die Besucherinnen und Besucher Geld ausgeben. Wer hungrig kommt, hat reichlich Auswahl. Angeboten werden unter anderem Ziegen- und Schafskäsespzialitäten, Oliven und Tapenaden. Aus Italien gibt es beispielsweise Porchetta und Cantuccini. Wer es lieber süß mag, findet Nougat aus der Provence, Macarons, Kekse oder Calissons. Für die Leckereien müssen Besucherinnen und Besucher mit höheren Preisen rechnen.
In den Alltstadtgassen geht es nicht nur ums Essen: Zwischen den Ständen finden sich auch Kunsthandwerk, Blumen und Kräuter. Das Tübinger Boxenstop-Museum zeigt verschiedene französische Oldtimer.
So lange hat der Markt geöffnet
Am Donnerstag, Freitag und Samstag öffnen die Stände jeweils um 10 Uhr. An den ersten vier Tagen läuft der Markt bis 22 Uhr, die Gastronomie darf bis 1 Uhr nachts geöffnet bleiben. Am Sonntag können Besucherinnen und Besucher von 11 bis 19 Uhr über den Markt schlendern.
Wer den Tübinger Wochenmarkt besuchen will, findet ihn am Mittwoch, Freitag und Samstag bei der Jakobuskirche.
Kinderfest und Erbe-Lauf am Wochenende
Am Samstag gibt es von 10 bis 16 Uhr im Innenhof des Bürgerheims ein kostenloses Kinderfest. Geplant sind unter anderem ein Skateboard-Workshop, Kinderschminken, Bastelangebote und Puppentheater. Bei gutem Wetter gibt es von 10 bis 14 Uhr außerdem einen Kinderflohmarkt.
Am Sonntag treffen Markt und Sport aufeinander: Beim Tübinger Erbe-Lauf führen die Strecken teilweise durch die Altstadt. Die ersten Läufe beginnen bereits um 9 Uhr. Der Fünf-Kilometer-Lauf startet um 10.30 Uhr, die beiden Läufe über zehn Kilometer um 11.22 Uhr und 12.40 Uhr. Wer danach noch einkaufen möchte: Am Sonntag öffnen die Geschäfte in der Innenstadt zusätzlich von 13 bis 18 Uhr.
Mit dem Bus zum umbrisch-provenzalischen Markt
Während der Veranstaltung bietet der TüBus ein Sondertagesticket an. Für 10,90 Euro können damit bis zu fünf Personen einen Tag lang Busse und Bahnen innerhalb des Tübinger Stadtgebiets nutzen. Am Samstag ist das Busfahren in Tübingen kostenlos.