"Stambulante" Pflege

Neues Pflegekonzept von BeneVit bald Kassenleistung?

Das Mitmach-Konzept der BeneVit Pflegeheime hatte bisher keine gesetzliche Grundlage. Das soll sich ab 2027 ändern. Bisher wird das Konzept nur in einem Pflegeheim getestet.

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Von Autor/in Klara Keuthen

Das von BeneVit aus Mössingen im Kreis Tübingen mitentwickelte Pflegekonzept "Stambulant" soll gesetzlich verankert werden. Dabei geht es um eine Mischung aus stationärer und ambulanter Pflege. Bei dem Konzept arbeiten Bewohner, Angehörige und Pflegekräfte im Alltag eng zusammen. Bisher konnte BeneVit das Konzept nur in einem Heim umsetzen. Das könnte sich mit einer gesetzlichen Verankerung ändern.

Krankenkassen wollen Bezahlung für "Stambulant" regeln

Die Grüne Staatssekretärin Petra Krebs sagt, dass der Spitzenverband der Krankenkassen dieses Konzept in seine Richtlinien aufnehmen will - dadurch soll ab 2027 klar geregelt sein, wie "Stambulant" von den Kassen bezahlt wird und organisiert werden kann.

Mehr "Mitmach"-Heime durch gesetzliche Verankerung

BeneVit Gründer Kaspar Pfister setzt sich seit Jahren für die Anerkennung von "stambulant" als Kassenleistung ein. Auch viele Kommunen, die ein BeneVit-Pflegeheim haben, setzen sich dafür ein. Zuletzt haben 34 Bürgermeister und Bürgermeisterinnen eine Petition ins Leben gerufen.

Wyhl

Mitmach-Konzept stand kurz vor dem Aus Im Pflegeheim in Wyhl dürfen alle dauerhaft mit anpacken

Eigentlich sollte zum Jahresende Schluss sein. Das besondere Mitmach-Konzept des Pflegeheims Rheinaue in Wyhl hat keine gesetzliche Grundlage. Nun gibt es doch noch eine Lösung.

Das Haus Rheinaue in Wyhl am Kaiserstuhl (Kreis Emmendingen) hatte das Stambulante-Pflegekonzept jahrelang getestet und stand Ende 2024 kurz vor dem Aus, weil es keine gesetzliche Verankerung für dieses Pflegekonzept gab. Bald sollen alle Heime von BeneVit dieses Mitmach-Konzept umsetzen dürfen.

Alle helfen mit in der "Stambulanten" Pflege

Die "Stambulante" Pflege ist eine Mischung aus stationären und ambulanten Leistungen. Auch Angehörige Pflegebedürftige kochen, waschen und putzen. Verschiedene Leistungen können dazu gebucht werden, müssen sie aber nicht. Das kann Kosten reduzieren - je nachdem, welche Aufgaben die Angehörigen selbst erledigen. Nach Angaben von BeneVit können Betroffene bis zu 1000 Euro sparen. Denn vollstationäre Pflege koste monatlich deutlich mehr.

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Klara Keuthen
Klara Keuthen ist Reporterin für Social Media, Online, Hörfunk und Fernsehen beim SWR im Studio Tübingen .

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