Neue Anlage in Dotternhausen

Für den Umweltschutz: Holcim bekommt 3,4 Millionen Euro vom Bund

Holcim plant in Dotternhausen eine neue Anlage, die Emissionen bei der Herstellung von Zement verringern soll. Der Bund fördert das Projekt in Millionenhöhe.

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Von Autor/in Julia Klebitz

Der Zementhersteller Holcim bekommt 3,4 Millionen Euro vom Bund. Das Geld kommt aus dem Umweltinnovationsprogramm. Es unterstützt Unternehmen dabei, Umweltschutz in die Praxis umzusetzen. Holcim will im Werk in Dotternhausen (Zollernalbkreis) eine neue Anlage zur Emissionsminderung bauen. Außerdem soll mehr Abfall verbrannt werden können.

Holcim will mehr Abfälle verbrennen

Holcim selbst beschreibt die geplante Anlage als einzigartig und innovativ. Sie sei "ein großer Schritt in die Zukunft der nachhaltigen Zementproduktion". Mittels Kreislaufwirtschaft und Dekarbonisierung würden Ressourcen geschont.

Ganz konkret will Holcim verschiedene Techniken kombinieren, die unter anderem Abgase filtern. Das Unternehmen möchte auch mehr sogenannte Ersatzrohstoffe in der Zementproduktion einsetzen - also Abfälle, die sonst deponiert werden müssten. Sie kämen vor allem von regionalen Unternehmen und aus der Stahlindustrie. Auch Abbruchmaterialien und Erden würden eingesetzt.

Anlage soll Strom und Wärme liefern

Holcim will aus der Abwärme der neuen Anlage Strom gewinnen und Nahwärme liefern. Die von Holcim erzeugte Wärme werde einem regionalen Energieversorger zur Verfügung gestellt, der diese in das öffentliche Netz einspeist, heißt es vom Unternehmen.

Kritik von Naturschützern

Trotz Ersatzrohstoffen: Kalkstein ist laut Holcim nach wie vor der wichtigste Rohstoff für die Zementindustrie. Man werde also weiter am Kalksteinbruch Plettenberg abbauen. Wie viel? Das hänge im Wesentlichen vom Zementabsatz am Markt ab. Der Einsatz von Ersatzrohstoffen helfe aber dabei, den Kalkstein-Abbau am Plettenberg zu reduzieren.

Naturschützer kritisieren immer wieder den Abbau des Bergs im Zollernalbkreis und dass Holcim in Dotternhausen Abfälle verbrennt. Sie fürchten giftige Abgase. Laut Zementhersteller könne der Katalysator alle filtern - die Grenzwerte würden eingehalten.

Falls Genehmigung kommt - Baubeginn 2026

Holcim investiert laut eigenen Angaben rund 60 Millionen Euro in die neue Anlage. Im Juli 2026 soll der Bau beginnen. 2027 soll die Anlage dann in den Regelbetrieb gehen. Noch allerdings ist das Projekt nicht genehmigt.

Dotternhausen
Das Werk von Holcim in Dotternhausen im Zollernalbkreis von oben. Dort soll eine neue Anlage entstehen, die Emissionen filtert.

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Straßberg
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Julia Klebitz
Julia Klebitz Reporterin SWR Aktuell Studio Tübingen Regionalbüro Albstadt

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