Für nachhaltigeren und günstigeren Strom

22 Tonnen schwerer Batteriespeicher: Uniklinik Tübingen investiert in sichere Stromversorgung

Strom beziehen, wenn er günstig ist und dann nachhaltig nutzen. Das will die Uniklinik Tübingen mit ihrem neuen Batteriespeicher. Dafür gibt sie viel Geld aus.

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Von Autor/in Maren Seehuber

Ein 22 Tonnen schwerer Container ist am Donnerstagvormittag mit einem Schwerlastkran in der Nähe der CRONA-Kliniken in Tübingen gehoben worden. Damit wird das Tübinger Klinikum das erste in Baden-Württemberg mit einem Großbatteriespeicher sein. Mit leistungsstarken 4,2 Megawatt soll er in Zukunft die Stromversorgung absichern. Auch finanziell soll er von Vorteil sein, so die Uniklinik Tübingen.

Bis zu zwölf Strom für die Uniklinik Tübingen

In der Batterie soll künftig Strom gespeichert werden, wenn er kostengünstig und verfügbar ist. Damit er verwendet werden kann, wenn er gerade rar und teuer ist. So soll vor allem erneuerbare Energie jederzeit verfügbar sein - ein "Schlüsselelement für die Energiewende", so der Leitende Ärztliche Direktor Jens Maschmann bei der Platzierung des Großbatteriespeichers.

Bis zu zwölf Stunden lang soll er das gesamte Klinikum mit all seinen Gebäuden theoretisch versorgen können. Das ersetze natürlich nicht die Notstromaggregate. Mit dem neuen Batteriespeicher könne man sich aber das Einschalten von Dieselaggregaten öfter sparen. Das Ziel ist laut dem Direktor, auch das öffentliche Stromnetz zu entlasten.

Die Hauptintention ist, wenn regenerative Energie in Form von Strom überschüssig vorhanden ist, dass wir dann hier die Schleusen aufmachen und das Netz entlasten können.

Batteriespeicher soll Ende 2026 in Betrieb gehen

Insgesamt hat das Projekt 3,2 Millionen Euro gekostet und wurde von der "UKT Energie Gesellschaft mbH", einer Tochtergesellschaft des Klinikums, finanziert. Der Batteriespeicher soll Ende des Jahres vollständig in Betrieb gehen, wenn alle Batteriemodule installiert und konfiguriert sind. Dann wird er 60 Tonnen schwer sein.

Ein großer grauer Container wird mit einem Schwerlastkran auf eine Betonfläche gesetzt. Das ist der neue Batteriespeicher der Uniklinik Tübingen.
Millimeterarbeit beim Einsetzen des neuen Batteriespeichers am Uniklinikum Tübingen: Allein der Conatiner wiegt ohne Speichermodule 22 Tonnen. Maren Seehuber

Großbatteriespeicher vor Vandalismus schützen

Da der Batteriespeicher Teil der kritischen Infrastruktur ist, hat sich die Projektgruppe überlegt, wie man ihn am besten schützen kann. Nach dem Anschlag auf das Umspannwerk in Reutlingen sei man vorsichtig, sagt Maschmann. Deshalb soll rund um den Batteriespeicher ein Zaun errichtet werden. Außerdem werden Kameras installiert werden. Auch der Wachdienst wird diesen Teil überwachen.

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Maren Seehuber
Maren Seehuber ist Reporterin für Hörfunk und Online beim SWR im Studio Tübingen.