Im Oktober ist die gemeinsame Gartenschau der Gemeinden im Forbachtal zwischen Freudenstadt und Baiersbronn zu Ende gegangen. Jetzt ist klar: Das Event mit knapp einer halben Million Besuchern hat finanziell deutlich besser abgeschnitten als erwartet. Die Gartenschau hat insgesamt rund 1,7 Millionen Euro weniger gekostet, als veranschlagt. Ursprünglich hatten die Gemeinden Freudenstadt und Baiersbronn zusammen gut 6 Millionen Euro in den Haushalten für die Gartenschau eingeplant. Aber das Geld wurde nicht komplett gebraucht.
Freude in den Rathäusern in Freudenstadt und Baiersbronn
Das sei ungewöhnlich, heißt es aus beiden Rathäusern. Die Gartenschau im vergangenen Jahr war das erste gemeinsame Großprojekt der Gemeinden Freudenstadt und Baiersbronn. Schon während der Veranstaltung war die Euphorie vor Ort groß. Durch die gute finanzielle Bilanz bekommen die Kommunen jetzt etwas Spielraum in schwierigen Zeiten.
Gute Umsätze, weniger Personalkosten und der nasse Sommer helfen der Gartenschau
Die Gründe für den finanziellen Erfolg: Höhere Umsätze in der Gastronomie und im Sponsoring, dazu weniger Personalkosten. Außerdem wurden Ausstellungsanlagen günstiger gebaut als geplant. Auch das Wetter hat geholfen: der vergleichsweise nasse Sommer hat den Aufwand für das Gießen der Blumen und Pflanzen erheblich reduziert, berichten die Gemeinden aus dem Nordschwarzwald.
Gartenschaugelände soll für Tourismus und Naherholung genutzt werden
Das eingesparte Geld soll aber nicht nur den Haushalten der Gemeinden gut tun, betonen beide Bürgermeister. Gut 440.000 Euro wollen Freudenstadt und Baiersbronn jetzt gemeinsam in das frühere Gartenschaugelände, das damals so genannte Tal X, investieren. Damit soll das Forbachtal als Naherholungsgebiet für Gäste und Einheimische auch in Zukunft attraktiv bleiben.