Bei einem Brand in einer Unterkunft für Geflüchtete in Horb am Neckar (Kreis Freudenstadt) sind am Sonntag mehrere Personen verletzt worden. Der Brand war nach Angaben eines Sprechers der Freiwilligen Feuerwehr Horb am Vormittag gegen 9 Uhr ausgebrochen. Massiv gebrannt hat es demnach nur in einem Zimmer. Allerdings habe sich schnell dichter, schwarzer Rauch im Haus verteilt.
Wegen Feuer aus dem Fenster gesprungen
Insgesamt sind laut Polizei vier Personen leicht verletzt worden. Ein Bewohner sprang aus dem ersten Stock des Gebäudes, um den Flammen zu entkommen, wie die Feuerwehr mitteilte. Nach Angaben der Feuerwehr waren die Einsatzkräfte zunächst davon ausgegangen, dass der Mann bei dem Sprung schwer verletzt wurde. Die Polizei sprach später von leichten Verletzungen. Laut einem Polizeisprecher hatte er sich den Finger gebrochen und musste nicht stationär behandelt werden.
Drei weitere Menschen wurden demnach wegen des Verdachts auf Rauchvergiftungen in Krankenhäuser gebracht. Den Brand selbst konnte die Feuerwehr relativ schnell löschen.
Flüchtlingsunterkunft in Horb durch Brand unbewohnbar
Laut Feuerwehr brannte am Morgen ein Zimmer im ersten Stock des dreistöckigen Wohnhauses. Flammen seien aus den Fenstern geschlagen, eine Rauchsäule sei von Weitem zu sehen gewesen. Die Einsatzkräfte verhinderten den Angaben nach, dass sich die Flammen weiter ausbreiteten. Dennoch sei das Gebäude durch den Rauch so stark beschädigt worden, dass es zunächst nicht mehr bewohnbar sei.
Laut Polizei lebten dort elf Menschen. Sie sind jetzt in anderen Flüchtlingsunterkünften im Kreis Freudenstadt untergebracht, so das Landratsamt. Das sei schnell möglich gewesen, weil gerade weniger Geflüchtete ankommen als in früheren Jahren. Die Situation sei "etwas entspannter", sagte ein Sprecherin dem SWR.
Die Polizei schätzt den Schaden auf rund 200.000 Euro. Weshalb der Brand ausgebrochen war, ist noch unklar. Die Ermittlerinnen und Ermittler prüfen nun, ob fahrlässige Brandstiftung als Ursache infrage kommt.