Forderung nach mehr Gehalt und Tarifvertrag

Birtat in Murr: Erneuter Streik bei Dönerfleisch-Hersteller

Beim Dönerfleisch-Hersteller Birtat in Murr hat die Gewerkschaft am Mittwoch wieder zum Warnstreik aufgerufen. Sie fordert mehr Geld und eine tarifliche Vergütung.

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Von Autor/in Andy Dangel

Beim Warnstreik fordert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten, kurz NGG, 375 Euro mehr Lohn für alle und eine tarifliche Regelung bei der Vergütung. Obwohl die knapp 115 Beschäftigten beim Dönerfleisch-Hersteller Birtat in Murr (Kreis Ludwigsburg) bereits seit Februar verhandeln und streiken, hat der Arbeitgeber den Abschluss eines Tarifvertrags bislang ausgeschlossen. Birtat ist eine der größten Dönerfabriken in Deutschland. Die Döner-Spieße werden europaweit verkauft.

Dönerspieße drehen sich in einem Imbiss (Symbolbild)
Dönerspieße drehen sich in einem Imbiss (Symbolbild) picture alliance/dpa | Sven Hoppe

Während des Warnstreiks am Mittwoch wird laut NGG eine Urabstimmung unter den Gewerkschaftsmitgliedern durchgeführt. Die NGG-Mitglieder bei Birtat stimmen dabei über eine Ausweitung der Maßnahmen im Arbeitskampf ab. Ziel sei es nach wie vor, sich auf einen ersten Tarifvertrag zwischen Gewerkschaft und Unternehmen zu einigen.

In den vergangenen Verhandlungsrunden habe der Dönerfabrikant keinen Willen gezeigt, eine Einigung zu erzielen, sagt die Gewerkschaft. Die Arbeitgeberseite bevorzugt anstatt einer tariflichen Vergütung ein betriebliches "Eingruppierungssystem", welches sie ausschließlich mit dem Betriebsrat verhandeln will.

Drei Streikende tanzen, eine hält dabei eine Flagge der Gewerkschaft „NGG“ in der Hand. In der Dönerfabrik von Birtat in Murr findet ein Warnstreik statt. Der Streik wurde von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) ausgerufen, weil die bisherigen Verhandlungen über die erstmalige tarifliche Regelung ergebnislos blieben.
In der Dönerfabrik von Birtat in Murr findet ein Warnstreik statt. picture alliance/dpa | Markus Lenhardt

Momentan gibt es eine individuelle Vergütung bei Birtat. Diese sei "völlig willkürlich" und entscheide sich durch persönliche Beziehungen und Verhandlungsgeschick, sagte eine Sprecherin der Gewerkschaft beim Streik im Juli dem SWR.

Die Döner-Spieße von Birtat werden für die Auslieferung bei Minus 35 Grad schockgefrostet. Ob auch die Stimmung zwischen Gewerkschaft und Unternehmen weiter frostig bleibt, wird sich zeigen.

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Birtat im Kreis Ludwigsburg ist eine der größten Dönerfabriken Deutschlands. Die Spieße werden europaweit verkauft. Die Gewerkschaft will dort einen Tarifvertrag durchsetzen.

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