Produktion wandert nach China

Sägenhersteller Stihl streicht 100 Stellen in Waiblingen

Der Waiblinger Gerätehersteller Stihl streicht 100 Stellen in seinem Entwicklungszentrum. Die Produktion und Entwicklung von Mährobotern soll künftig nach China verlegt werden.

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Von Autor/in Olga Henich

Der Motorsägen- und Gartengerätehersteller Stihl (Rems-Murr-Kreis) streicht 100 Stellen in seinem Entwicklungszentrum im Waiblinger Teilort Neustadt. Betroffen ist laut Stihl das Geschäftsfeld der Mähroboter. Sie sollen künftig in China entwickelt und produziert werden.

Stihl setzt auf Robotik aus China

Wie der Zeitungsverlag Waiblingen (ZVW) zuerst berichtete, ist die Ursache für den Stellenabbau der Wandel des Marktes. Im Trend liegen laut Stihl selbstlernende Roboter, die zur Orientierung keinen Begrenzungsdraht rund um den Rasen brauchen. Stihl bietet bislang keine drahtlosen Modelle an. Diese sollen deshalb künftig in China entwickelt und gebaut werden. China biete für die Neuausrichtung des Robotik-Segments ideale Voraussetzungen, heißt es vom Unternehmen. Eine hohe Innovationsgeschwindigkeit, digitale Expertise und ein Netzwerk hochspezialisierter Zulieferbetriebe bei Robotik, KI und Software-Anwendungen machten den Standort China für Stihl attraktiv.

Waiblingen
Das Logo des Motorsägen- und Gartengeräteherstellers Stihl ist an einer kleinen akkubterieben Säge angebracht, die Holz zersägt. Sägenhersteller Stihl aus Waiblingen hat der Politik mit Abwanderung gedroht, wenn Deutschland als Wirtschaftsstandort nicht wieder attraktiver gemacht wird.

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Der Aufbau eines eigenen Entwicklungszentrums in China soll in Kürze beginnen, so das Unternehmen. Vorstandsvorsitzender von Stihl Michael Traub äußert sich dazu so: "Was künftig unter dem Namen Stihl in China entsteht, wird die bewährte Zuverlässigkeit und Ingenieurskunst aus dem Hause Stihl mit der technologischen Dynamik aus China vereinen."

Kernprodukte von Stihl sollen in Waiblingen bleiben

Die betroffenen Mitarbeitenden in Waiblingen seien über den Stellenabbau informiert worden, Gespräche mit dem Betriebsrat laufen, heißt es. Bereits im April hatte Stihl angekündigt, weltweit 500 Stellen zu streichen. Die Stellen sollen insbesondere in der Verwaltung abgebaut werden. 

Die übrigen Kernprodukte - Kettensägen, Freischneider, Rasenmäher, Blasgeräte und Heckenscheren - bleiben weiterhin am Stammsitz in Waiblingen, heißt es. Allein in der Region Waiblingen arbeiten rund 5000 Menschen für Stihl.

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Olga Henich
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