In einem der wichtigsten Tunnel im Großraum Stuttgart haben Feuerwehr und Rettungskräfte am Sonntag den Notfall simuliert. Das Szenario im Kappelbergtunnel bei Fellbach (Rems-Murr-Kreis): Zwei Lkw, die in das Ende eines Staus gekracht sind und Feuer gefangen haben. Im dichten Rauch und mit Wärmebildkameras suchten die Einsatzkräfte in dem 1,6 Kilometer langen Tunnel nach Verletzten. Diese wurden von Statisten gespielt - mit falschen Wunden und Kunstblut.
Kappelbergtunnel: Feuerwehr braucht andere Taktik
"Ein Tunnel ist kein alltägliches Objekt, hier haben wir eine ganz andere taktische Vorgehensweise als bei einem normalen Brand", sagte Feuerwehrkommandant Christian Köder. Deshalb sei es sehr wichtig, dass die Feuerwehr im Tunnel übe, so Köder weiter. "Auch die Absprache ist elementar. Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei sind ein Team, das muss funktionieren."
Notfallübung im Kappelbergtunnel: Übungsziel erreicht
Laut Feuerwehrkommandant Köder ist die Übung erfolgreich gewesen. "Wir haben das Übungsziel erreicht", so Köder. Das bedeutet: Das Feuer wurde gelöscht und alle Verletzten konnten gerettet werden. Auch die Absprache mit Polizei und Rettungsdienst habe gut funktioniert. Wo es besonders gut lief oder noch Probleme gab, muss laut Köder noch genauer analysiert werden.
Brandsimulation im Kappelbergtunnel alle vier Jahre
Wie wichtig solche Übungen sind, zeigte der Brand im Engelbergtunnel bei Leonberg (Kreis Böblingen) vergangene Woche. Etwa alle vier Jahre trainieren die Rettungskräfte so einen Tunnelbrand, um für den echten Notfall gewappnet zu sein. Für den Verkehr war der Kappelbergtunnel am Wochenende nicht nur wegen der Übung, sondern auch wegen Bauarbeiten gesperrt.