Politische Lösung gefordert

Weniger Geld für Hebammen - GRN-Kliniken kritisieren in offenem Brief neue Regelung

Weniger Geld bei gleichem Arbeitsaufwand - das droht ab November vielen freiberuflichen Hebammen. Die GRN-Kliniken im Rhein-Neckar-Kreis schlagen Alarm.

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Von Autor/in Danilo Quarta

In einem offenen Brief an den Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) fordern die Gesundheitszentren Rhein-Neckar eine Änderung des neuen Hebammenhilfevertrags. Dieser tritt ab November bundesweit in Kraft, wie eine Schiedstelle auf Vorschlag des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenkassen im April entschied.

Beleghebammen sollen in Zukunft weniger verdienen

Der Hebammenhilfevertrag regelt unter anderem, wie viel Geld freiberufliche Hebammen mit den Krankenkassen abrechnen dürfen. Hauptkritikpunkt ist eine Regelung, die vor allem freiberufliche Hebammen betrifft, die ebenfalls in den Kliniken arbeiten - sogenannte Beleghebammen.

Konkret geht es darum, wie viel Geld sie bekommen, wenn sie mehrere werdende Mütter gleichzeitig betreuen. Für eine Betreuung gibt es den vollen Satz, für die zweite und dritte gleichzeitig betreute schwangere Frau soll es nur noch 70 Prozent geben. Ab der vierten soll es gar keine Vergütung mehr geben. So soll die eins-zu-eins-Betreuung gestärkt werden, laut Kritikern gehe das an der Arbeitsrealität vieler Beleghebammen vorbei.

"Es wird unweigerlich zu Versorgungsengpässen kommen"

GRN-Kliniken warnen vor Versorgungsengpässen

In dem offenen Brief äußern die GRN-Kliniken die Befürchtung, dass sich viele Beleghebammen aus den Kliniken zurückziehen würden, denn damit würde ihnen die wirtschaftliche Existenzgrundlage entzogen. Es werde unweigerlich zu Versorgungsengpässen kommen. Die Gynäkologinnen im Krankenhaus allein reichten für die Betreuung bei den Geburten aber nicht aus – vor allem in den Randzeiten seien die Hebammen erste Ansprechpartnerinnen für besorgte Eltern.

Deshalb fordern die GRN-Kliniken eine Anpassung des Hebammenhilfevertrags. Es müsse eine schnelle politische Lösung gefunden werden.

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