Staatsanwaltschaft geht von Millionenschaden aus

Nach Großbrand in Mosbacher Einkaufszentrum: Anklage gegen vier Personen erhoben

Nach dem Großbrand in einem Einkaufszentrum in Mosbach hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen vier Personen erhoben - unter anderem wegen fahrlässiger schwerer Brandstiftung.

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Stand

Fast anderthalb Jahre nach dem Großbrand in dem Einkaufszentrum in Mosbach-Neckarelz (Neckar-Odenwald-Kreis) sind die Ermittlungen abgeschlossen. Die Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen vier Personen erhoben - wegen des Verdachts der fahrlässigen schweren Brandstiftung und der fahrlässigen Körperverletzung. Das teilte die Staatsanwaltschaft Mosbach am Donnerstag mit. Bei dem Großbrand im März 2024 ist das Einkaufszentrum komplett zerstört worden, eine Person wurde damals verletzt.

Großbrand in Mosbach - Ausgelöst durch Arbeiten am Dach?

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass zwei der Beschuldigten kurz vor dem Brand auf dem Dach gearbeitet haben. Die Dachdecker sollen dabei einen Gasbrenner benutzt haben - offenbar ohne Einhaltung der Sicherheitsvorschriften. Unter anderem sollen sie nach den Schweißarbeiten keine Brandwache gehalten haben.

Ebenfalls angeklagt sind der Geschäftsführer des Bauunternehmens sowie der Bauleiter. Sie sollen "ihre Aufsichts- und Überwachungsaufgaben" nicht erfüllt haben, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Der Blick auf die Brandruine - ein Tag nach dem Brand am 11. März 2024.
Der Blick auf die Brandruine - ein Tag nach dem Brand am 11. März 2024.

Brand in Mosbach: Staatsanwaltschaft geht von Millionenschaden aus

Die Höhe des entstandenen Schadens könne "nicht verlässlich beziffert werden", teilte die Staatsanwaltschaft mit. Man gehe aber von einem Schaden von 70 Millionen Euro aus. Das Landgericht Mosbach muss im nächsten Schritt darüber entscheiden, ob es die Anklage zulässt oder nicht. Bis zum Prozessauftakt könne es aber noch einige Monate dauern, so der Sprecher der Staatsanwaltschaft weiter.