Am Donnerstagabend gegen 18:15 Uhr wurden durch Bedienstete der Abschiebehaftanstalt Pforzheim renitente Insassen gemeldet. Laut Polizei waren 20 Personen an den Unruhen beteiligt. Die Beamten waren mit mehr als 30 Kräften vor Ort.
Abschiebehaft Pforzheim: Beteiligte Insassen wurden zunächst separiert
Die beteiligten Insassen wurden vorsorglich in einem Bereich des Gebäudes separiert, heißt es von der Polizei. Im weiteren Verlauf konnte eine Verhandlungsgruppe der Polizei mithilfe einer Dolmetscherin Kontakt zu den 20 betreffenden Personen herstellen. Ziel war, laut Regierungspräsidium Karlsruhe, eine friedliche Lösung der Situation. Die separierten Personen zeigten sich demnach kooperativ, sodass alle im Anschluss widerstandslos durch die Einsatzkräfte in ihre Zimmer gebracht werden konnten.
Anna Schwalbe, Pressesprecherin der Polizei Pforzheim, bestätigte gegenüber dem SWR am Abend, dass es innere Konflikte zwischen Insassen und Beschäftigten gegeben habe. Einsätze dieser Art kämen nicht so häufig vor. Es sei keine Bedrohungslage.
Polizei: Freizeitraum wohl Streitthema
Grund für den Konflikt sei die Nutzungszeit des Freitzeitraums gewesen, teilte die Polizei am Freitagmorgen mit. Entgegen ersten Informationen der Polizei vom Abend wurde ein Insasse leicht an der Lippe verletzt. Für Unbeteiligte habe keine Gefahr bestanden.