Für den Tourismus an der Schwarzwaldhochstraße ist jede Investition eine gute Nachricht. Denn die B500 hat in der Vergangenheit vor allem Schlagzeilen durch ihre Hotelruinen aus dem vergangenen Jahrhundert gemacht. Das Gebiet um den Mummelsee könnte jetzt eine Art Modell für andere Regionen werden.
Seibelseckle: Moderne Rasthütte für mehr Gäste und mit eigener Energieversorgung
Das aus Holz gestaltete Haus wird von der Waldgenossenschaft Seebach errichtet und wird rund 2,5 Millionen Euro kosten. Die neue Rasthütte soll sich dank Wasserkraft selbst mit Energie versorgen und im Winter 2026 in Betrieb gehen.
Das neue Gebäude wird größtenteils aus heimischem Holz gebaut. Im Erdgeschoss wird es 50 Sitzplätze geben und im ersten Stock 40. Hinzu kommt eine große Außenterrasse.
Die alte Rasthütte gehörte früher einmal zum Mummelseehotel. Später ging sie dann in den Besitz der Seebacher Waldgenossenschaft über. Mittlerweile sind die Balkone aber nicht mehr stabil, der Fußboden im Gebäude schief. Sanitär-Anlagen und auch die Küche entsprechen nicht mehr den üblichen Standards.
Wir wollen nicht so viel Geld ausgeben - wir müssen es!
Mummelsee: Tourismus-Hotspot an der Schwarzwaldhochstraße
Die Errichtung der neuen Rasthütte soll das touristische Angebot am Mummelsee ergänzen. Neben der bereits bestehenden Grinde-Hütte unterhalb des Hornisgrinde-Aussichtsturmes, bleibt das Seibelseckle dauerhaft ein ganzjähriges Ziel für Urlauber im Schwarzwald. Im Winter soll auch der Skilift von dem erweiterten Angebot profitieren. Die Gemeinde Seebach hat das Gebiet bereits unter der Regie des Bürgermeisters Reinhard Schmälzle (CDU) an die Kanalisation von Kappelrodeck anschließen lassen. Auch Glasfaserkabel liegen schon.
Der alte Seibelseckle-Kiosk ist aus Sicht der Bauaufsicht nicht mehr zukunftsfähig. Eine Generalsanierung der Hütte würde sich nicht lohnen. So wird das alte Gebäude verschwinden und durch einen Neubau schräg gegenüber auf dem bereits bestehenden Parkplatz ersetzt werden. Inwieweit der Neubau der Rasthütte das Verkehrsgeschehen am Mummelsee und im Winter am Skilift beeinflussen wird, ist noch nicht absehbar.
Von Seiten der Naturschützer gibt es bisher keine Bedenken
Aus Sicht von Umweltschützern gibt es jedenfalls derzeit wenig Bedenken im Zusammenhang mit dem Bauprojekt. Martin Klatt vom NABU-Baden-Württemberg sagte, dass nach jetzigem Kenntnisstand nichts gegen die neue Rasthütte spräche. Sie entstehe schließlich als eine Art Ergänzungsgebäude zu einem bereits bestehenden Skiliftbetrieb mit Parkplatz.