Der Dobermann, der am Freitag eine Frau und deren Hund angegriffen hat, befindet sich inzwischen in einem Tierheim. Wie die Gemeinde Eisingen im Enzkreis mitteilte, wurde der Hund von der Polizei beschlagnahmt. Zudem wurde eine Unterbringung im Tierheim für sechs Monate angeordnet. Nach einer langfristigen Lösung für den Hund würde aktuell gesucht werden, so ein Sprecher der Gemeinde.
Dobermann nicht angeleint: Ermittlung wegen fahrlässiger Körperverletzung
Am Freitagabend ist eine Spaziergängerin in Eisingen von dem Dobermann angegriffen und im Gesicht verletzt worden. Zuvor war der Dobermann auf den kleinen Hund der Frau, einen Pekinesen, losgegangen. Die Spaziergängerin habe versucht, ihren Hund zu schützen und ihn auf den Arm genommen, so die Polizei. Der Pekinese wurde durch die Bisse getötet. Die Frau kam zur Behandlung ins Krankenhaus.
Laut Mitteilung der Polizei war der Dobermann mit seiner Halterin unterwegs, aber im Waldgebiet in Eisingen nicht angeleint. Die Polizei ermittelt nun wegen fahrlässiger Körperverletzung.
Angriffe von Hunden: Experten fordern Hundeführerschein
In den Wäldern Baden-Württembergs gibt es keinen generellen Leinenzwang für Hunde. Läuft ein Hund ohne Leine, muss der aber von seinem Halter oder seiner Halterin jederzeit abrufbar sein. Das sei bei dem aktuellen Vorfall im Enzkreis nicht der Fall gewesen, so die Polizei.
Weil es immer wieder zu gefährlichen Angriffen durch Hunde kommt, fordern Experten schon länger einen Hundeführerschein für alle Hundehalter. Wann dieser in Baden-Württemberg beschlossen wird, ist allerdings unklar. Niedersachsen ist bisher das einzige Bundesland, das seine Hundehalter dazu verpflichtet, einen Hundeführerschein nachzuweisen.