OB aus Bühl: "Riesenschock für uns"

Comer See: Schlechte Wetterbedingungen erschweren Suche nach vermisstem Mann

Am Comer See in Norditalien wird die Suche nach einem vermissten Familienvater aus Bühl fortgesetzt. Doch schlechtes Wetter stellt die Rettungskräfte vor große Herausforderungen.

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Stand

Die Suche nach dem 55-jährigen Mann aus Bühl am Comer See in Italien war bisher erfolglos. Unwetter mit Starkregen und Sturmböen erschweren die Suche, so ein Sprecher der Feuerwehr gegenüber der Deutschen Presseagentur (dpa). Die Suche soll trotzdem weitergehen. Der Feuerwehrmann habe nach eigenen Angeben zehn Stunden an der Suchaktion nach dem Familienvater teilgenommen. Einsatzkräfte hätten bis in die Nacht weitergesucht.

Suche wird durch Tauchroboter unterstützt

Schon am Dienstag waren die italienische Polizei und Rettungskräfte mit Booten und Helikoptern im Einsatz. Am Mittwoch und Donnerstag wurde die Suche mit Tauchrobotern fortgesetzt.

Die zuständigen Carabinieri von Como bestätigten dem ARD-Studio Rom, dass es sich bei dem Vermissten um einen Mann aus Bühl im Landkreis Rastatt handelt. Er ist dort ein bekannter Gastronom.

Für den Donnerstag wurden starker Regen, Gewitter und Sturmböen für die Region Comer See vorhergesagt. Die Suche wurde dennoch nicht unterbrochen. Der Tauchroboter könne auch bei stärkerem Wellengang unter Wasser im Einsatz bleiben, so die italienische Nachrichtenagentur Ansa.

Comer See: Mann aus Bühl wollte seine Kinder retten

Der Mann war laut Medienberichten am Montagnachmittag bei Dorio am Ufer des italienischen Ferienortes in der Provinz Lecco von einem gemieteten Boot ins Wasser gesprungen, um seine zwei Kinder zu retten, die wegen der Strömung in Schwierigkeiten geraten waren. Die italienische Tageszeitung "La Repubblica" berichtete zunächst über den Fall. Auch die Frau des Vermissten soll auf dem Boot gewesen sein.

So hat der italienische Nachrichtensender Tg1 Rai auf Instagram berichtet:

Social-Media-Beitrag auf Instagram von tg1_rai_official

Die Kinder konnten in Sicherheit gebracht werden, der Vater sei vermutlich von einer Strömung erfasst worden, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Die Stelle im Comer See gilt als gefährlich, weil es dort starke Unterwasserströmungen geben soll. Der See gehört zu den tiefsten Seen Europas. Die tiefste Stelle liegt bei rund 400 Metern.

"Riesenschock für uns" - große Bestürzung in Bühl

"Die Bestürzung ist nicht nur in der Stadt groß, sondern in der ganzen Region", sagte Bühls Oberbürgermeister Hubert Schnurr der Deutschen Presse-Agentur. "Das war ein Riesenschock für uns."

Der Mann sei als Gastronom sowie als Organisator und Sprecher von Afterwork-Partys, die seit 2016 im Sommer regelmäßig mit mehreren Ständen und Musik lokaler DJs auf dem Kirch- und Marktplatz stattfinden, weithin bekannt. Entsprechend sei die Suche nach ihm ein großes Thema nicht nur in Bühl, sagte der parteilose Rathauschef.

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Autor/in
Mirka Tiede
SWR-Reporterin steht in einem Großraumbüro
Louisa Guy-Sanchez
Louisa Guy-Sanchez
Cornelia Stenull
Ein Foto von Cornelia Stenull

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