Die Menschen in Baden-Württemberg müssen sich auf deutlich höhere Heizkosten für das vergangene Jahr einstellen. Im Schnitt sei es 2025 kälter als 2024 gewesen, was zu einem gestiegenen Energieverbrauch führe, teilte der Energiedienstleister Techem mit.
Unter allen Bundesländern sei Baden-Württemberg davon am stärksten betroffen. Im Land müssten die Verbraucherinnen und Verbraucher demnach mit einem Kostenanstieg von 14,2 Prozent rechnen.
Hoher Anstieg in Karlsruhe erwartet
Und auch bei einem weiteren Ranking liegt Baden-Württemberg an der Spitze. Von deutschlandweit 52 analysierten Städten erwartet Techem in Karlsruhe den größten Kostenanstieg. Hier sei mit einem Anstieg von 21 Prozent zu rechnen. Auf dem zehnten Platz landete Stuttgart mit einem Plus von 11,8 Prozent und auf dem zwölften Rang Freiburg (plus 11,5 Prozent).
Zum Vergleich: Deutschlandweit dürften die Heizkosten im Schnitt um 8,6 Prozent gegenüber 2024 steigen, schätzt Techem. Einen deutlichen Anstieg der Heizkosten für 2025 erwartet auch das Vergleichsportal Verivox.
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Sinkende Energiepreise, aber höherer Verbrauch
Zwar seien die Preise für Gas und Strom leicht gefallen und für Heizöl sogar deutlich um gut acht Prozent. Doch der höhere Verbrauch wegen der niedrigeren Temperaturen überkompensiere diesen Effekt. Gerade bei den Gaspreisen gab es im vergangenen Jahr zudem große regionale Unterschiede.
Die Prognose basiert den Angaben zufolge auf Wetter- und Preisdaten, wobei von einem linearen Zusammenhang zwischen Temperatur und Heizenergieverbrauch ausgegangen wurde.
Niedrigere Kosten durch "intelligente" Wärmepumpen
Mittlerweile gibt es aber auch schon Technologien, mit denen Verbraucher trotz eines kalten Winters sparen können. Sogenannte "smart grid"-Wärmepumpen passen ihren Energieverbrauch den Preisen an. Wenn beispielsweise gerade viel Windkraft- und Solarstrom günstig verfügbar ist, speichert die Heizung diese in Form von Wärme in Puffer- oder Brauchwasserspeichern.
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Bei Wärmepumpen läuft nicht alles rund, sagt Carsten Herbert. Warum er sie trotzdem für die einzige Art zum flächendeckend klimafreundlichen Heizen hält, erklärt er im SWR Interview.
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Das Land Baden-Württemberg will bis 2040 klimaneutral werden. Bislang heizen allerdings noch über 70 Prozent aller Haushalte in BW mit Öl oder Gas - das hat der Zensus 2022 ergeben.