Die Stadt Heilbronn erwartet in diesem Jahr bis zu 150.000 Euro an Mehrkosten, um Besucherinnen und Besucher bei Veranstaltungen vor Anschlägen und Übergriffen zu schützen. Wegen der Anschläge auf Veranstaltungen in Magdeburg, München und Mannheim müssen unter anderem zusätzliche Schutzpoller aufgestellt werden. Um die Kosten zu stemmen, hat die Stadt das Budget der Heilbronn Marketinggesellschaft, Veranstalter vieler Feste in der Stadt, für dieses Jahr um 100.000 Euro erhöht.
Mehrkosten für Sicherheit vor Anschlägen waren nicht vorgesehen
Dieses Jahr habe es bereits 20.000 Euro mehr gekostet, den Pferdemarkt zu sichern, so die Stadt. Rund 10.000 Euro mehr wurden für Sicherheitsmaßnahmen für das Fest "Magie der Stimmen" fällig. Bis zu 70.000 Euro mehr, so schätzt die Stadt, hat der Mehraufwand für das Lichterfest betragen. Weitere Großveranstaltungen wie Weindorf, Jazz und Einkauf oder auch der Weihnachtsmarkt stehen noch aus.
Im aktuellen Haushaltsplan ist das Geld allerdings nicht vorgesehen. Um künftig vor solchen Überraschungen geschützt zu sein, will Heilbronn das bestehende Sicherheitskonzept jetzt nach den aktuellen Standards weiterentwickeln. Beispielsweise sollen Sicherheitselemente angeschafft werden, die dann auch in verschiedenen Stadtteilen eingesetzt werden können.
Stadt Neckarsulm: Absagen wegen hoher Kosten
Die Stadt Neckarsulm (Kreis Heilbronn) hat dagegen bereits Konsequenzen gezogen. Weil die Sicherheit so teuer ist, hat sie ihr Stadtfest, die Feuerzangenbowle oder auch Genuss und Musik in der City abgesagt. Die Veranstaltungen in Neckarsulm haben im vergangenen Jahr fast doppelt so viel gekostet, als bisher geplant.