Einen Tag vor Weihnachten ist der mittlerweile 27-jährige Mann aus Crailsheim (Kreis Schwäbisch Hall) aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart, bei der das Verfahren geführt wird, bestätigte auf SWR-Anfrage, dass der Beschuldigte inzwischen wieder gegen Kaution und unter Auflagen, wie etwa dem Verzicht auf seinen Jagd- und Waffenschein, auf freiem Fuß ist. Bei dem Mann handelt es sich mutmaßlich um einen bekennenden Rechtsextremisten. Zuerst berichtete die "Südwest Presse" (SWP).
Verdächtiger Jäger aus Crailsheim: Das ist passiert
Anfang November 2025 wurde der junge Deutsche festgenommen, nachdem er gedroht haben soll, an einem noch unbestimmten Tag in der Landeserstaufnahmestelle (LEA) in Ellwangen (Ostalbkreis) eine "größtmögliche Anzahl an Ausländern" umzubringen. In seiner Wohnung entdeckten die Beamten fünf Schusswaffen, mehrere Messer und eine größere Anzahl an Munition. Diese soll er als Inhaber eines Jagdscheins jedoch legal besessen haben.
Der Verdächtige war bislang zwar noch nicht vorbestraft, ist den baden-württembergischen Ermittlungsbehörden wohl aber schon vorher aufgefallen: Laut einer SWR-Recherche soll in der Vergangenheit bereits ein bedrohliches Video von ihm auf einer Social-Media-Plattform aufgetaucht sein.
Drohung an die LEA Ellwangen: Die Ermittlungen gegen den Mann aus Crailsheim laufen weiter
Die Ermittlungen gegen den mutmaßlichen Rechtsextremisten werden trotz seiner Freilassung im Dezember fortgeführt, bestätigte die Staatsanwaltschaft. Ihm wird die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat vorgeworfen, außerdem wird gegen ihn auch wegen des Verdachts auf das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen ermittelt. Von einer Einstellung des Verfahrens sei keine Rede - auch nicht teilweise, heißt es weiter.