Zum Ausbildungsstart 2025 verzeichnet das Handwerk in Baden-Württemberg einen Zuwachs bei den Azubis. Mit 16.326 neuen Lehrverträgen gab es ein leichtes Plus von 0,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie Handwerkskammer-Präsident Rainer Reichhold am Donnerstag in Stuttgart mitteilte.
Im Mehrjahresvergleich sieht der Baden-Württembergische Handwerkstag Zuwächse. Er weist zudem darauf hin, dass die jetzt vorliegenden Zahlen nur eine Momentaufnahme darstellten: "Eine Ausbildung kann auch nach dem Stichtag noch begonnen werden, viele Vermittlungen laufen im Herbst weiter", so Reichhold.
Führen die Arbeitsbedingungen im Handwerk dazu, dass sich nicht genügend Nachwuchs findet? Was wird getan, um den Nachwuchs zu sichern? Darüber hat "Zur Sache Baden-Württemberg" berichtet:
Handwerk verlangt individuelle Förderung junger Menschen
Die hohe Übernahmequote im Handwerk - zuletzt mit 79 Prozent auf Rekordniveau - und eine konkurrenzfähige Vergütung machten die duale Ausbildung attraktiv, so der Handwerkstag. Aus der Sicht des Verbands bleibt es aber schwierig, genügend junge Menschen zu erreichen. Berufsorientierung, Übergänge und individuelle Förderung müssten deutlich gestärkt werden. Die Sicherung von Fachkräften für das Handwerk bleibe somit eine der größten Herausforderungen der kommenden Jahre.
Sorge bereite dem Verband die wachsende Zahl junger Menschen, die ohne Anschlusslösung die Schule verlassen oder direkt in Aushilfsjobs einsteigen. Dabei sei ein Berufsabschluss der beste Schutz vor späterer Arbeitslosigkeit und Niedriglohn, so Handwerkskammer-Präsident Reichhold.