Von einem Cyberangriff auf den früheren externen Abrechnungsdienstleister der Oberschwabenklink (OSK), Unimed, sind nach Angaben der Klinik rund 700 Patientinnen und Patienten betroffen. Dabei handele es sich um Privatpatientinnen und Patienten, Patientinnen und Patienten mit Wahlleistungen sowie Selbstzahler und Selbstzahlerinnen. Betroffen seien Patientinnen und Patienten beider Krankenhäuser des Krankenhausverbundes - sowohl des St. Elisabethen-Klinikums in Ravensburg als auch des Westallgäu-Klinikums in Wangen (Kreis Ravensburg).
Diese Daten sollen abgeflossen sein
Der Cyberangriff auf Teile der IT-Systeme von Unimed soll bereits im April 2026 stattgefunden haben. Dabei sind laut OSK personenbezogene Daten von den IT-Systemen des Dienstleisters abgeflossen. Je nach Fall könnten Stammdaten wie Name, Anschrift und Geburtsdatum sowie Abrechnungs- und Zahlungsdaten entwendet worden sein, in einzelnen Fällen auch Gesundheitsdaten, so die OSK. Kontodaten seien nach aktuellem Stand nicht abgeflossen.
Die eigenen IT-Systeme der OSK waren laut Klinik zu keinem Zeitpunkt von dem Angriff betroffen. Auch die Patientenversorgung sei nicht beeinträchtigt gewesen.
Betroffene Personen sind laut Klinik informiert
Die Oberschwabenklinik hat nach eigenen Angaben alle betroffenen Personen schriftlich informiert. Wer kein Schreiben der Klinik erhalten habe, sei nach aktuellem Kenntnisstand nicht von dem Datenleck betroffen.
"Wir bedauern den Vorfall bei unserem ehemaligen Dienstleister und die dadurch entstandene Verunsicherung sehr", sagte der Geschäftsführer der Klinik, Franz Huber. "Für uns ist entscheidend, die betroffenen Patientinnen und Patienten transparent über ihre persönliche Betroffenheit zu informieren und den Vorfall umfassend aufzuarbeiten."
Wurden die Daten bereits veröffentlicht?
Die Zusammenarbeit mit Unimed hatte die Oberschwabenklinik laut eigenen Angaben bereits Ende 2025 beendet - unabhängig von dem jetzt bekannt gewordenen Vorfall. Die Daten, die beim Cyberangriff entwendet wurden, stammen den Angaben zufolge aus früheren Jahren.
Von dem Cyberangriff auf Unimed seien zahlreiche Kliniken in Deutschland betroffen, so die OSK. Bislang lägen der Klinik keine Anzeichen dafür vor, dass die gestohlenen Daten bereits veröffentlicht oder anderweitig missbraucht wurden.