Ein Marder hat am Montagabend in Pfullendorf (Kreis Sigmaringen) für einen Stromausfall gesorgt. Nach Angaben der Polizei dürfte das Tier Ursache für eine Störung in einem Umspannwerk gewesen sein.
Kurz vor 22 Uhr ist in weiten Teilen des Stadtgebiets von Pfullendorf der Strom ausgefallen. Eine größere Zahl von Bürgerinnen und Bürgern meldete sich daraufhin bei der Polizei. Einige Anrufende berichteten zudem von einem lauten Knall aus Richtung des Umspannwerks im Industriegebiet Ost.
Keine Hinweise auf vorsätzliche Störung an Umspannwerk in Pfullendorf
Polizei, Feuerwehr und Energieversorger untersuchten das Umspannwerk. Hinweise auf eine vorsätzlich verursachte Störung habe es nicht gegeben, so die Polizei. Im Bereich eines betroffenen Transformators fanden die Einsatzkräfte aber den toten Marder. Nach bisherigen Erkenntnissen geriet das Tier in die Anlage und löste dort einen Kurzschluss aus. Dieser verursachte den Knall und führte schließlich zum Stromausfall.
Nach Angaben der Feuerwehr Pfullendorf löste parallel die Gefahrenmeldeanlage einer Schule aus. "Nach der Kontrolle des Gebäudes durch unser Löschfahrzeug stellte sich heraus, dass es sich um einen Täuschungsalarm aufgrund des Stromausfalls handelte", heißt es von der Feuerwehr. Gegen 22:30 Uhr war die Stromunterbrechung behoben. Der Netzbetreiber stellte die Stromversorgung wieder her.