Auf dem Gelände eines Entsorgungsbetriebs in Friedrichshafen (Bodenseekreis) ist in der Nacht auf Samstag ein Feuer ausgebrochen. Inzwischen ist das Feuer gelöscht, die Feuerwehr ist wegen Nachlöscharbeiten noch vor Ort. Ein Feuerwehrmann ist bei den Löscharbeiten verletzt worden. Wegen Atemwegsproblemen und Kopfschmerzen sei er zur Abklärung in eine Klinik gebracht worden, teilte die Stadt Friedrichshafen mit. Darüber hinaus gebe es keine weiteren Verletzten.
Wegen einer möglicherweise gesundheitsschädlichen Rauchgaswolke forderte die Feuerwehr zwischenzeitlich Anwohnerinnen und Anwohner auf, Fenster und Türen zu schließen, Klimaanlagen abzuschalten und in ihren Wohnungen und Häusern zu bleiben. Es habe einen deutlich wahrnehmbaren strengen Geruch gegeben, so eine Sprecherin der Stadt Friedrichshafen. Die Warnung wurde auch über die Warnapp NINA herausgegeben. Um 6:15 Uhr wurde die Warnung aufgehoben.
Hunderte Menschen im Einsatz
Nach Angaben der Sprecherin der Stadt brannten in und vor einer Halle Gelbe Säcke mit Plastikmüll. Es habe eine starke Rauchentwicklung gegeben. Insgesamt waren demnach über 250 Einsatzkräfte vor Ort - neben verschiedenen Feuerwehren unter anderem auch das Technische Hilfswerk, die Polizei und die Drohneneinheit des Bodenseekreises. Die Einsatzkräfte konnten ein Übergreifen der Flammen auf andere Gebäude und die Vegetation verhindern.
Der Brand brach laut Polizei kurz nach Mitternacht aus. Sie schätzt den Sachschaden auf mehr als 200.000 Euro. Was den Brand ausgelöst hat, sei noch unklar.