Weniger Menschen in der Region Bodensee-Oberschwaben wollen bei dieser Bundestagswahl per Brief abstimmen als zur vergangenen Bundestagswahl. Das zeigt sich gut zweieinhalb Wochen vor dem Wahltermin.
Anträge zur Briefwahl gehen zurück
In Friedrichshafen gingen einer Sprecherin zufolge bislang rund 8.800 Anträge auf Briefwahl ein, vor vier Jahren waren es zwei Wochen vor der Wahl bereits 12.000. Konstanz meldet Anfang der Woche rund 15.700 Anträge, nur halb so viele wie bei der letzten Bundestagswahl.
Deutlich weniger Briefwahlanträge verzeichnen dieses Mal beispielsweise auch Singen und Wangen im Allgäu (Kreis Ravensburg), und auch Ravensburg erwartet weniger als 2021. Die Städte jedenfalls haben dazu aufgerufen, wegen der verkürzten Fristen im Wahllokal zu wählen oder direkt im Briefwahl-Büro der Rathäuser.
Mehr Auslandsdeutsche wollen wählen
Zugenommen haben hingegen in vielen Städten die Anträge von Auslandsdeutschen: Wer keinen Wohnsitz in Deutschland mehr hat, kann sich an seinem letzten Wohnort im Bundesgebiet, ins Wählerverzeichnis eintragen lassen. Allein in Konstanz haben das knapp 3.000 Auslandsdeutsche getan, in Friedrichshafen rund 290, in Ravensburg gut 260 und in Biberach 170. Überall waren es deutlich mehr als bei der letzten Bundestagswahl. Für den Wahltag haben die meisten Städte bereits genügend Wahlhelfer gefunden, teils sogar mehr als sonst üblich, wie zum Beispiel in Wangen im Allgäu.