Rund um Offenburg (Ortenaukreis) hat am Freitag zwischen 17 und 19 Uhr ein schweres Gewitter für leichte Überschwemmungen und umgestürzte Bäume gesorgt. Am Güterbahnhof stürzte ein Baum auf eine Oberleitung. Zwei Kinder wurden durch die Scherben einer zerstörten Fensterscheibe leicht verletzt. Die Feuerwehr hatte rund 100 Einsätze in nur einer Nacht.
Über 40 Keller geflutet
Das Unwetter traf vor allem den Norden Offenburgs, die Stadtteile Oststadt, Bad Griesbach und Bühl. Unter anderem wurde eine Straßenlaterne umgeworfen und die Photovoltaikanlage eines Elektrobetriebs zerstört. Die entstandenen Schäden schätzte ein Sprecher der Feuerwehr Offenburg auf mehrere Millionen Euro.
Rund 130 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren an den zahlreichen Schadensorten und leisteten Hilfe. Über 40 Keller seien mit Wasser vollgelaufen, teilt die Feuerwehr Offenburg mit. Bäume stürzten gegen Wohnhäuser, auf Autos und in Einfahrten. So war auch die Zufahrt zum Ortenauklinikum zeitweise blockiert. Die Bereinigung der Schäden wurde erst am Samstag beendet.
Zwei Kinder durch Glassplitter verletzt
In einem Wohnhaus wurden zwei Kinder durch Scherben einer Fensterscheibe verletzt. Zuvor hatte ein umstürzender Baum das Mehrfamilienhaus getroffen und das Fenster zerstört. Die Kinder, 10 und 14 Jahre alt, zogen sich Schnittwunden zu, die in einer Klinik genäht werden mussten.
Baum wird von Blitz getroffen und stürzt auf Oberleitung
Am Güterbahnhof in Offenburg wurde ein Baum von einem Blitz getroffen, fing Feuer und stürzte auf die Oberleitung der Bahnstrecke. Die Bundespolizei habe die Stelle abgesichert, teilt ein Sprecher mit. Die Deutsche Bahn habe die Strecke geräumt. Es habe keine größeren Einschränkungen des Bahnverkehrs gegeben. Ein Zug wurde nicht getroffen.
Im Raum Freiburg waren die Folgen des Gewitters laut eines Polizeisprechers "nicht so dramatisch wie gedacht". Es habe kleine Unwetterfolgen gegeben ohne nennenswerte Sachschäden.