Im Fall der im Schluchtensteig im Südschwarzwald seit sechs Jahren vermissten Scarlett S. hat sich eine neue "heiße" Spur jetzt zerschlagen. Das hat die Polizei Waldshut-Tiengen mitgeteilt.
Gefundener Reißverschluss gehört nicht zu Rucksack der Vermissten
Der Reißverschluss, der vor ein paar Wochen gefunden wurde, ist nicht Teil des Rucksacks, den Scarlett bei ihrer Wanderung damals dabei hatte. Das sagt das Landeskriminalamt Baden-Württemberg. Eine privat organisierte Gruppe hatte den Reißverschluss bei einer Suche unweit eines Parkplatzes bei Todtmoos (Kreis Waldshut) gefunden. Dort wurde Scarlett zuletzt gesehen.
Die Untersuchung des Fundstücks ergab: Die Zähne am Reißverschluss haben eine andere Form und sind weniger dicht angeordnet als auf dem Modell, das Scarlett dabei hatte.
Private Initiative sucht nach Scarlett S.
Die damals 26 Jahre alte Scarlett aus Nordrhein-Westfalen ist im September 2020 auf der letzten Wander-Etappe des Schluchtensteigs zwischen Todtmoos und Wehr verschwunden. Eine private Initiative sucht seither nach ihr. Sie hat beim Hersteller auch einen baugleichen Rucksack organisiert, der mit Scarletts verschwundenem Rucksack verglichen werden konnte.
Mehr als 640 Hinweise bei Polizei eingegangen
Die Polizei geht nach wie vor jedem Hinweis nach und hofft weiterhin auf einen Durchbruch in dem Fall. Das sagte ein Polizeisprecher dem SWR. Demnach seien bisher mehr als 640 Hinweise eingegangen. Auch nach sechs Jahren würden pro Monat noch drei bis vier Hinweise eingehen. Hinweise auf eine Straftat gebe es bislang nicht. Der Fall um die verschwundene Scarlett S. hatte bundesweit für Aufmerksamkeit gesorgt.