Wenn die Eintrittskarte zu einer Veranstaltung gleichzeitig als Fahrschein dient, ist von einem Kombi-Ticket die Rede. Bei Großveranstaltungen wie Konzerten, Festivals oder Fußballspielen ist diese Regelung heute selbstverständlich. Seit 40 Jahren gibt es das Kombi-Ticket inzwischen und entwickelt wurde das Modell in Freiburg - wegen des örtlichen Zelt-Musik-Festivals (ZMF).
Freiburg: Kombi-Ticket damals einmalig
1985 sollte das ZMF vom Eschholzpark in der Freiburger Innenstadt zum Mundenhof am Stadtrand umziehen. Allerdings war der Umzug zum Mundenhof umstritten: zu wenig Parkplätze und keine gute Verkehrsanbindung. "Erst die Umsetzung eines nachhaltigen Verkehrskonzepts hat den neuen Standort möglich gemacht", erinnert sich Alexander Heilser, der Gründer des ZMF. Die Lösung war das umweltfreundliche Kombi-Ticket - also ein Ticket, das die Nutzung von Bus und Bahn im Eintrittspreis beinhaltet.
"Veranstaltungsticket gleich Fahrkarte des ÖPNV - das war zu dieser Zeit einmalig", sagt Heisler. Das Konzept überzeugte und wurde seit seiner Einführung laut der Freiburger Verkehrs-AG (VAG) mehr als 2,5 Millionen Mal genutzt. Heute können ZMF-Besucher mit ihrem Festivalticket nicht nur den ÖPNV in Freiburg nutzen, sondern auch in den angrenzenden Landkreisen Emmendingen und Breisgau-Hochschwarzwald. Und auch über die Region hinaus erfreut sich das Konzept Kombi-Ticket großer Beliebtheit.
Kombi-Ticket für nachhaltige Mobilität
Mit dem Kombi-Ticket wurde die Busanbindung zum ZMF über die Jahre stetig ausgebaut: Heute bringen Shuttlebusse die Besucherinnen und Besucher im 15-Minuten-Takt zum Festivalgelände. "Das Kombi-Ticket zum ZMF war für die nachhaltige Mobilität ein wegweisender Baustein", sagt VAG-Vorstand Oliver Benz. Erweitert wurde das ZFM-Mobilitätskonzept in den vergangenen Jahren durch Fahrradstellplätze und eine eigene Frelo-Station.