Vandalismus macht Pausen auf Autobahnparkplätzen für viele Reisende zum Ekel-Erlebnis. Immer wieder müssen auch Toiletten in Baden-Württemberg deshalb gesperrt werden - auch jetzt in den Sommerferien, wenn viele in den Urlaub fahren.
WC-Anlagen auf unbewirtschafteten Rastplätzen werden nach Auskunft der Autobahn GmbH Niederlassung Südwest zwar mehrmals täglich gereinigt. Dennoch müssen einzelne Kabinen wegen Vandalismus, technischer Defekte oder massiver Hygienemängel immer wieder vorübergehend schließen.
Millionen für Beseitigung von Müll und Schäden an Autobahn-Klos
Schmierereien an Lärmschutzwänden und WC-Gebäuden, zerstörte Einrichtungen sowie herausgerissene Toilettentüren verursachen nach Angaben der Autobahn GmbH jährlich Kosten im sechsstelligen Bereich. Die Niederlassung Südwest betreut rund 1.050 Autobahnkilometer in Baden-Württemberg (ohne A7 und A96) sowie Teile Hessens und Rheinland-Pfalz. Sie hatte bereits vor zwei Jahren eine Plakat-Aktion gegen Ekel-Toiletten gestartet.
Fotos sollen wachrütteln Plakat-Aktion gegen Ekel-Toiletten auf Autobahnen rund um Stuttgart
Die Autobahn-Toiletten im Großraum Stuttgart werden täglich dreimal gereinigt. Trotzdem werden viele Orte nach kürzester Zeit zu "Orten der Verwahrlosung". Das soll sich ändern.
Auch der private Betreiber Via Solutions Südwest meldet immer wieder Verunreinigungen auf Rastanlagen entlang der rund 60 Kilometer langen A5 zwischen Malsch und Offenburg. Vor allem seien die Rastanlagen Gottswald und Feldmatt betroffen gewesen. "Die Wände der Toiletten wurden mit schätzungsweise mehr als 100 Aufklebern versehen. Es wurde Anzeige bei der Polizei erstattet", heißt es in einer Mitteilung.
Zerstörung an Raststätten: Teils hohe Bußgelder möglich
Demnach seien Vandalismus und illegale Müllentsorgung auf den Rastanlagen keine Einzelfälle, sondern kämen fast täglich vor. Es drohten Bußgelder bis zu 100.000 Euro. Bei Sondermüll, Altöl oder Asbest könne die Tat sogar als Straftat verfolgt werden und zu Freiheitsstrafen führen.