Serie: Wünsche an die Politik

Aufräumen statt rummeckern: Warum Stuttgarter freiwillig ihre Stadt sauber machen

Die Schwaben sind bekannt für ihre Kehrwoche. Doch die Stuttgarter Initiative "Let’s Putz" will mehr, als nur sauber machen. Es handele sich um eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, hebt Gunter Schmidt vom Förderverein "Sicheres und Sauberes Stuttgart" im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Stefan Eich hervor. Und die Beteiligung ist groß.

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"Wir erleben gerade einen Boom", freut sich Gunter Schmidt. Viele Firmen würden Interesse zeigen und wollten sich gemeinnützig engagieren. Denn immer mehr Menschen in Stuttgart würden feststellen, dass zu viel Müll ihre Stadt verschandele. "Das Thema ist omnipräsent." Die Aktion sei deshalb sehr gut geeignet, ein Bewusstsein für eine saubere Stadt zu schaffen.

Wir Schwaben sind grundsätzlich bereit, ein bisschen mehr Fleiß an den Tag zu legen und uns anderweitig zu engagieren.

Sauber machen lohnt sich auch finanziell

Die Stuttgarter Initiative "Let’s Putz" versteht sich als Wettbewerb. Müll gesammelt werde in den 23 Stadtbezirken. Wer mitmachen will, erhalte Putzutensilien. Dazu gehörten Säcke, Zangen zum Aufsammeln und Handschuhe sowie auch Warnwesten, wenn die Müllsammelaktion am Rande von viel befahrenen Straßen stattfinde. Als Bonus winke eine Teilnahmeprämie für die Stadtbezirke, die mindestens 50 Putzer mobilisieren konnten.

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Erstmals publiziert am
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Das Interview führte
Stefan Eich
Stefan Eich steht im Gang eines SWR-Gebäudes.
Onlinefassung
Andreas Böhnisch
Andreas Böhnisch steht vor dem Logo von SWR Aktuell.