Linken-Chefin Schwerdtner: "Es wäre so wichtig gewesen, dass die Linke stark in den Landtag einzieht"

Teilen

Stand

Die Linke hat den Einzug in den Landtag von Baden-Württemberg verpasst. Mit 4,4 Prozent blieb die Partei unter der Fünf-Prozent-Hürde. Die Bundesvorsitzende Ines Schwerdtner sieht dennoch Unterstützung für eine linke Politik im Land. Das sagte sie im Interview mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch.

Viele Wählerinnen und Wähler hätten trotz des engen Rennens zwischen Bündnis 90/Die Grünen und CDU die Linke gewählt, so Schwerdtner. Das zeige, dass es den Wunsch nach einer sozialen Stimme im Landtag gebe. Eine linke Opposition hätte der kommenden Regierung "Feuer machen" können.

Fokus auf sozialen Themen im Wahlkampf

Im Wahlkampf seien vor allem hohe Mieten und steigende Lebenshaltungskosten wichtige Themen gewesen. Gerade beim Thema Wohnen hätte die Linke aus Sicht Schwerdtners wichtige Impulse setzen können. Dass es dennoch nicht zum Einzug in den Landtag gereicht hat, führt sie auch auf das knappe Rennen um das Amt des Ministerpräsidenten zurück. Viele Menschen hätten verhindern wollen, dass CDU-Politiker Manuel Hagel Regierungschef wird und deshalb strategisch gewählt.

Herr Hagel hat jeden Anlass geboten, um die Grünen zu wählen

Gleichzeitig räumte Schwerdtner ein, dass die Partei ihre Themen teilweise noch stärker auf Beschäftigte und Menschen mit Sorgen um ihre Arbeitsplätze ausrichten müsse.

Blick geht in die Zukunft

Besonders bei jungen Wählerinnen und Wählern habe die Linke deutlich besser abgeschnitten als bei Menschen mittleren Alters. Mit Blick auf die anstehende Landtagswahl in Rheinland-Pfalz will die Linke nun stärker betonen, wie wichtig eine linke Opposition in den Parlamenten sei. Wenn die Partei nicht vertreten sei, fehle ein Korrektiv zu den Regierungsparteien, sagte Schwerdtner.