11. September 2026: Zum 25. Mal jährt sich der Terroranschlag auf das World Trade Center in New York. "9/11 - Nine Eleven" – so die US-amerikanische Bezeichnung für diesen Tag – veränderte alles und wirkt bis heute nach.
Als Ersthelfer an den "Twin Towers" von New York
Markus Albrecht aus Heilbronn war zum Zeitpunkt der Anschläge auf die "Twin Towers", den Doppeltürmen des World Trade Centers, in New York. Seine damalige Freundin und heutige Frau absolvierte dort ein Work and Travel Program. Es sollte ein klassischer touristischer Tag werden. Albrecht war mit der U-Bahn unterwegs nach Manhattan, als die Bahn plötzlich gestoppt wurde und alle aussteigen mussten. In einer kleinen Bar erfuhr er übers Fernsehen das erste Mal, dass Flugzeuge in das World Trade Center geflogen waren.
Es war im klassischen Wortsinn apokalyptisch.
Schon zu Teenagerzeiten hatte sich Markus Albrecht im DRK Ortsverein Frankenbach engagiert. Ihm, als im Katastrophenschutz ausgebildeten Sanitäter, war sofort klar, dass er den Einsatzkräften helfen musste.
Ich habe mit vielen Verletzten gerechnet und habe einen Taxifahrer angehalten. Unterwegs haben wir noch einen Feuerwehrmann, der auch frei hatte, aufgegabelt und sind dann erstmal am Rand vom World Trade Center gelandet. Zu dem Zeitpunkt waren die Türme schon eingestürzt. Es war alles verqualmt, verdreckt und der erste Fokus – nicht nur von mir, sondern auch von den Feuerwehrleuten – war, Ausrüstung zu finden.
Er fand eine große, rote Einsatztasche des Fire Department, gefüllt mit Sanitätsmaterial und schloss sich den Einsatzkräften an.
Es ist schwer zu beschreiben: Es war eine riesige Fläche, ein riesiger Schuttberg. Teile vom World Trade Center standen ja noch – also zertrümmert – die haben gebrannt. Alles war mit Stahlträgern, Schutt, Betonteilen übersät. Feuerwehrleute, die mehr oder weniger planlos in der Gegend 'rumgelaufen sind, weil eine übergeordnete Organisation gab's nicht.
Die Bilder von Markus Albrecht dokumentieren die Auswirkungen des Terroranschlags
Ich denke, wenn wir jetzt noch Leute hätten, die die Städte nach der Bombardierung im Zweiten Weltkrieg hier in Stuttgart, Heilbronn und so weiter kannten, die würden vielleicht sagen: Ja, so sah es bei uns auch aus.
Das Szenario, auf das ich mich vorbereitet habe – Massenanfall von Verletzten, Einrichten von verwundeten Sammelstellen, Erstversorgung und so weiter – das ist nicht eingetroffen. Weil: Die Leute, die laufen konnten oder die irgendwo 'rumlagen, die waren weg. Und alle anderen lagen unter den Trümmern. Ja: Das ist ganz schrecklich, aber es ist so.
"9/11" als großer Einschnitt in die Welt-Geschichte
Ihm sei unmittelbar klar gewesen, sagt Markus Albrecht, "dass das ein Einschnitt ist". Durch sein Interesse an Geschichte hatte er sofort historische Parallelen im Kopf: "Vielleicht wie Sarajevo damals, der Anschlag auf den Thronfolger, Erster Weltkrieg, Zweiter Weltkrieg". Welche Folgen die Anschläge von "9/11" aber langfristig haben würden, konnte er sich damals noch nicht ausmalen.
Mir war klar, dass dieser Anschlag Folgen haben wird für die Weltgeschichte, dass die Amerikaner dementsprechend antworten werden. Dass es die Dimensionen erreicht, die es dann erreicht hat – mit Afghanistankrieg, mit der Überwachung, die man darauf begründet – dieser Umfang war mir nicht klar. Aber dass es ein historischer Tag ist, der Folgen haben wird für die Geschichte: Das war mir bewusst.
An was denkt Markus Albrecht, wenn er sich zum 25sten Jahrestag der Terror-Anschläge vom 11. September 2001 zurück erinnert? An den Tag, der eigentlich ein ganz normaler touristischer New York Besuch hätte werden sollen?
Es ist ein prägendes Erlebnis gewesen. Die Eindrücke bleiben natürlich. Das sind prägende Bilder. Man vergisst Details, aber natürlich das Große und Ganze bleibt einem im Gedächtnis.
"September" – die "9/11"-Dokumentationen zum 25sten Jahrestag
Der 11.9.2001: Audio- und Videodokumente vom Tag des Anschlags
11.9.2001 Die Anschläge von 9/11
Mitschnitte vom 11. September 2001 – aus Fernsehen und Radio, von der New Yorker Feuerwehr und den amerikanischen Behörden.