Am Dienstag haben die Vorkämpfe der Amateur-Weltmeisterschaft im Kickboxen in der Arena Trier begonnen. Veranstalter des Events ist mit der "World Kickboxing and Karate Union" (WKU) einer der größten Verbände für Kickboxen mit Sitz in Karlsruhe. In Trier sind sie stolz darauf die WM ausrichten zu dürfen, die Moselstädter setzten sich im Bewerbungsverfahren unter anderem gegen die Bundeshauptstadt Berlin durch.
"Ich finde es toll dabei zu sein", sagt Lennox Baschin aus Föhren im Landkreis Trier-Saarburg im SWR-Gespräch. Der Elfjährige gehört zur Trierer "Kampfsportakademie 54" und nimmt erstmals an einer Weltmeisterschaft teil: "Es ist ein aufregendes und sehr spannendes Gefühl."
Elfjähriger Kickboxer Baschin: Auf den Spuren des Weltmeister-Vaters
Lennox Baschin hat schon sehr früh, mit gerade einmal vier Jahren, mit dem Kickboxen angefangen. "Es ist einfach mein Leben", sagt der Elfjährige und ergänzt: "Ich habe früher sehr viele Selbstzweifel gehabt, aber das ist durch Kickboxen jetzt besser geworden." Der Sport wurde Baschin mehr oder weniger in die Wiege gelegt. Sein Vater, Sascha Baschin, war 2013 und 2014 Kickbox-Weltmeister und ist seit 2022 auch Bundestrainer.
Er soll seinen eigenen Weg gehen. Natürlich sagen viele, dass er in meinem Schatten steht, aber ich finde, der wird irgendwann aus dem Schatten heraustreten und seinen eigenen Weg gehen und zeigen, dass er nicht hinter mir steht, sondern neben mir oder sogar noch weiter kommt als ich.
WM-Debüt gegen starken Mexikaner
In der Arena Trier wurde es am ersten Wettkampftag für Lennox Baschin bereits ernst. Zuerst fieberte der Elfjährige bei anderen Kämpfen mit, danach die Vorbereitung mit seinem Vater auf die eigene Herausforderung. Sein Gegner kam aus Mexiko, eine Nation, die bei der WM mit einer der größten Gruppen angereist ist.
Für Baschin hieß es: Zwei Minuten volle Konzentration und das umsetzen, was er im Training gelernt hat. Doch der Mexikaner war zu stark, setzte Baschin schwer zu. Der Kampf ging verloren, Baschin war schwer enttäuscht. Vater Sascha Baschin blickt aber bereits nach vorne: "Wir müssen das jetzt abschütteln und uns auf den nächsten Kampf fokussieren."
Stolz auf seinen Sohn ist der ehemalige Weltmeister natürlich trotzdem: "Ich meine, er ist zum ersten Mal auf einer WM. Ich habe ihm gesagt, auch wenn er verliert bin ich mega stolz auf ihn." Für Lennox Baschin sicherlich ein Trost, auch wenn der Traum vom Finaleinzug bei der Heim-WM in Trier erstmal geplatzt ist.