Trainer Maximilian Senft hat beim Karlsruher SC Geduld mit dem Sturmtalent Louey Ben Farhat gefordert, der in dieser Saison noch kein Tor erzielt hat und weit unter seiner Bestform spielt. "Das ist ein Mensch und kein Roboter", sagte Senft vor dem Zweitliga-Spiel beim FC St. Pauli am Sonntag (ab 13.30 Uhr im Audiostream auf sportschau.de) über den 20-Jährigen.
Nach einem turbulenten Transfersommer mit dem Last-Minute-Wechsel zum Fußball-Bundesligisten SC Freiburg und anschließender Rückleihe zum Zweitligisten KSC sowie einer Zahnoperation passte der neueste Vorfall um den glücklosen Ben Farhat jedoch ins Bild: Nachdem er kürzlich zur deutschen U21-Nationalelf gereist war, konnte er in der EM-Qualifikation gegen Georgien (2:0) nicht eingesetzt werden, weil seine Spielgenehmigung fehlte.
Der gebürtige Tunesier hatte in der Vergangenheit bereits zwei Freundschaftsspiele für die tunesische A-Auswahl bestritten, entschied sich aber kürzlich für einen Verbandswechsel. Tunesien hat die dafür benötigten Unterlagen aber offenbar zu spät eingereicht. Deshalb muss der 20-Jährige weiter auf sein Debüt mit dem Adler auf der Brust warten.
KSC weiter im Veränderungsprozess
Den KSC sieht Senft nach bisher erst fünf Punkten aus sechs Spielen und Tabellenplatz 14 weiter in einem sportlichen Veränderungsprozess. In Aktionismus will er trotz des schwachen Starts nicht verfallen. "Ich glaube, das wäre das ganz Schlechte", sagte der 37-Jährige. Dennoch habe sein Team in der Länderspielpause Dinge angepasst, "von denen wir uns natürlich auch einen Output erwarten".
Nur ein Sieg aus sechs Spielen KSC-Boss Eggimann nach Fehlstart: "Drehen nicht durch"
Sportgeschäftsführer Mario Eggimann vom Karlsruher SC zieht früh in der Saison eine erste Zwischenbilanz. Die Pause komme zum richtigen Zeitpunkt, sagt er - und äußert sich auch zur kniffligen Stürmer-Suche.
Karlsruhe muss am Sonntag beim FC St. Pauli ran
Beim Bundesliga-Absteiger St. Pauli will der ehemalige Pokerspieler Senft seine Mannschaft offensiv auftreten sehen - trotz der angespannten Situation mit nur einem Punkt Vorsprung auf den Abstiegs-Relegationsplatz. "Ich spiele immer auf Sieg und unsere Spieler auch", sagte er. Das größte Risiko sei, "kein Risiko einzugehen".