Der lange verletzte Ivan Prtajin könnte für den 1. FC Kaiserslautern sein Comeback beim Bundesliga-Absteiger 1. FC Heidenheim feiern. "Ich habe das Gefühl, dass meine Geschichte beim FCK gerade erst begonnen hat", sagt der Kroate selbstbewusst am Mittwoch im Gespräch mit SWR Sport. "Als Verletzter arbeitest du viel, aber du hast keine Spiele. Ich will spielen, spielen, spielen", so Prtajin.
Für den 30-Jährigen war der Achillessehnen-Riss im Januar die erste größere Verletzung in seiner Karriere. Wie sich die Rückkehr nach acht Monaten Pause anfühle? "Das ist eine gute Frage, denn ich habe dieses Gefühl fast vergessen", schmunzelt Prtajin. "Es war eine lange Zeit, aber jetzt ist es vorbei. Das medizinische Team und ich haben hart gearbeitet und ich hoffe, dass ich das den Fans auf dem Platz auch zeigen kann." Seit ein paar Monaten schon stehe er bereits wieder ein bis zweimal täglich auf dem Platz, körperlich fühle er sich fit.
Lieberknecht hat in der Offensive jede Menge personelle Optionen
FCK-Trainer Torsten Lieberknecht blickt vorsichtig zuversichtlich auf den Einsatz: "Er hat auf jeden Fall in der Woche noch mal einen Schritt nach vorne gemacht, sodass die Option immer größer wird. Ob das jetzt schon für Freitag so sein wird, das lasse ich mir noch offen", sagte der Coach vor dem Spiel des Fußball-Zweitligisten an diesem Freitag (ab 18.30 Uhr live im Audiostream auf sportschau.de) in Heidenheim.
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Der FCK präsentierte sich in dieser Saison bislang defensiv stabil, aber im Spiel nach vorne mit Luft nach oben. Zwei Rückkehrer und ein Neuzugang sorgen nun für neuen Optimismus.
Nicht nur wegen der Rückkehr Prtajins hat der 53-Jährige in der Offensive nun viele Optionen. "Die Trainingsleistung rückt immer mehr in den Fokus. Wir werden aber alle Spieler brauchen. Es wird aber diese berühmten Härtefälle auch bei uns geben. Ich habe den Jungs gesagt, dass sie sich darauf vorbereiten sollen, dass ich nicht jedem gerecht werden kann", erklärte Lieberknecht, der nach der dreiwöchigen Länderspielpause von einer Art Neustart sprach: "Der Rhythmus ist natürlich ein Thema. Jeder Club hatte eine andere Idee, wie er diese doch sehr lange Pause gestaltet hat. Es gab Mannschaften, die haben eine Woche direkt frei gemacht. Es gab Mannschaften, die hatten unterschiedliche Belastungsteuerungen."
Einsatz Thierry Tazemetas noch fraglich
Eventuell muss der Coach in Heidenheim aber auf Senkrechtstarter Thierry Tazemeta verzichten, der bei der österreichischen U21-Nationalmannschaft eine Rückenverletzung erlitt. Der 19-Jährige wird nun in Kaiserslautern weiter untersucht, sein Einsatz ist fraglich. In Heidenheim sicher fehlen werden dagegen Kelven Frees (Muskelfaserriss), Erik Müller, Owen Gibs (beide Aufbautraining) und David Schramm (Knöcheloperation).
Prtajin: "Keine Angst vor Heidenheim"
Mit Heidenheim trifft der FCK auf den aktuellen Tabellendritten, der in dieser Saison Zuhause noch ungeschlagen ist. Sorge hat Vielleicht-Rückkehrer Prtajin vor der Partie gegen den Bundesligaabsteiger aber nicht: "Ich sage das mit Respekt für unseren Gegner, aber Kaiserslautern muss keine Angst vor Heidenheim haben", so der Stürmer selbstbewusst.
Lieberknecht über Frank Schmidt und das Känguru
Besonders gut kennen sich bei der Begegnung im ehemaligen Albstadion die beiden Trainer: Gegen keinen anderen Coach saß Torsten Lieberknecht häufiger auf der Trainerbank. Angesprochen auf Frank Schmidt erinnert sich Torsten Lieberknecht an die gemeinsame Zeit in der U20-Nationalmannschaft. 1993 spielten Lieberknecht und Schmidt gemeinsam bei der U20-WM in Australien. "Da gibt es noch ein Foto von Frank neben einem Känguru. Das Känguru war viel größer als er, aber er konnte höher springen", schmunzelt der FCK-Coach bei der Pressekonferenz am Mittwoch. Auch heute noch stünden die Trainer im regelmäßigen Kontakt, "aber an so einem Spieltag, da will natürlich jeder die Punkte für seine Mannschaft holen", so Lieberknecht entschlossen vor der Partie am Freitagabend.