2. Bundesliga

"Effizienz ist ein Thema": Der FCK auf der Suche nach der optimalen Balance

Der FCK kann mit dem Remis beim 1. FC Heidenheim gut leben. Defensiv ist der FCK das beste Team der Liga, offensiv muss der Zweitligist sich steigern. Dabei macht eine Personalie Mut.

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Stand

Von Autor/in Michael Glang

Frank Schmidt vom 1. FC Heidenheim und FCK-Trainer Torsten Lieberknecht waren sich nach dem 0:0 am Freitagabend auf dem Schlossberg einig: Das Ergebnis war leistungsgerecht - und doch wäre für die Pfälzer auch mehr drin gewesen.

"Wir wollen Spiele gewinnen und es wäre auch möglich gewesen, wenn man sich die Daten anschaut", sagte Lieberknecht einen Tag nach dem Spiel im Interview mit SWR Sport, wobei er bei Kennzahlen wie "XGoals" immer schmunzeln müsse. "Aber wir waren in vielen Bereichen die bessere Mannschaft."

Lieberknecht mit dem FCK-Auftritt zufrieden

Mit dem Auftritt seiner Mannschaft war Lieberknecht völlig einverstanden, vor allem mit "der physischen Bereitschaft". Diese sorgte am Freitagabend dafür, dass die Roten Teufel im siebten Saisonspiel schon zum fünften Mal ohne Gegentor geblieben waren.

"Die Abwehr ist auch deshalb so gut, weil die Jungs schon vorne beginnen, hoch anzulaufen und pressen. Das entlastet die anderen hinten. Und in der Abwehr haben wir dann durch die Bank ein gutes individuelles Zweikampfverhalten", sagte Lieberknecht.

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FCK nutzt Chancen nicht

Defensiv wirkt das beim FCK alles sehr stabil. Mit erst vier Gegentoren hat das Lieberknecht-Team die beste Abwehr der 2. Liga. Die Kehrseite: Die Pfälzer haben auch erst sechs Treffer erzielt. Nur der kommende Gegner VfL Bochum hat (bislang) noch einen weniger auf dem Konto.

Wobei die Lauterer auch in Heidenheim ihrer Gelegenheiten hatten. "Es sind kleine Nuancen, da war dann auch mal die Latte im Weg oder wenn Ibrahim Kanaté vor seinem Tor einen Tick später startet oder den Ball einen Tick früher bekommt", sagte Lieberknecht über die Szene in der 71. Minute, als der Joker wegen Abseits zurückgepfiffen worden war.

FCK auf der Suche nach der Balance

An genau diesen Feinheiten gilt es für den FCK in der Woche bis zum kommenden Samstag zu arbeiten. "Fakt ist: Die Effizienz ist noch ein Thema bei uns. Es gilt, die guten Torchancen, die wir haben, auch zu finalisieren", sagte Lieberknecht, der froh ist, nach der langen Länderspielpause wieder mit dem kompletten Kader arbeiten zu können.

Dabei wird der Fokus nicht komplett auf der Offensive liegen. "Wir werden beide Komponenten drin haben: Schauen, dass wir stabil bleiben als Mannschaft und dass wir offensiv mehr Kapital schlagen aus den Chancen, die wir haben", sagte Lieberknecht. "Wir können das, das weiß ich."

Mut macht den Pfälzern dabei eine Personalie: Mit Ivan Prtajin ist der Top-Scorer der vergangenen Saison nach seinem Achillessehnennriss zurück im Mannschaftstraining. In Heidenheim kam ein Einsatz für den Kroaten noch zu früh, gegen Bochum könnte der Torjäger aber wieder dabei sein.

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Autor/in
Michael Glang
Das Interview führte
Marius Zimmermann