Niederlage bei Dynamo

"Haben Dresden eingeladen": FCK enttäuscht erneut und gibt sich kämpferisch

Auch bei Dynamo Dresden verliert der 1. FC Kaiserslautern nach einer enttäuschenden Leistung. Die Negativserie hält somit an, die Protagonisten wirken ratlos.

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Von Autor/in Johann Schicklinski

Ohne Tore kann man kein Spiel gewinnen. Und da sich der 1. FC Kaiserslautern am 32. Spieltag der 2. Liga bei Dynamo Dresden in der Offensive erneut erschreckend harmlos präsentierte, stand am Ende die Null - sowohl bei den eigenen Treffern als auch bei den Punkten. Für die Roten Teufel setzte es somit die dritte Pleite in Folge - und das mit der dritten enttäuschenden Leistung in Serie. Wie schon beim 0:3 in Kiel und bei der 0:2-Heimpleite gegen Braunschweig zeigten sich die Pfälzer allenfalls phasenweise auf Augenhöhe mit ihrem Gegner. Dresden reichte eine mutige, kämpferische und spielerisch solide Leistung, um den verdienten 1:0-Heimerfolg fix zu machen.

FCK-Kapitän Marlon Ritter: "Zu viele Fehler"

"Wir haben, speziell in der ersten Halbzeit, zu viele einfache Fehler gemacht, wo wir Dresden ein bisschen eingeladen haben", resümierte Marlon Ritter nach der Partie enttäuscht am ARD-Mikrofon. "Am Ende entscheidet ein Tor, obwohl wir nicht viel zugelassen haben. Und dann fahren wir als Verlierer nach Hause", sagte der FCK-Kapitän.

Ein euphemistisches Fazit angesichts von 5:15 Torschüssen aus Gäste-Sicht (zur Halbzeit lautete die Bilanz aus FCK-Perspektive 1:9). Die Mannschaft von Trainer Torsten Lieberknecht präsentierte sich - bei allem kämpferischem Engagement - bei eigenem Ballbesitz äußerst fahrig und über weite Strecken auch einfallslos. Das führte zum einen zu Harmlosigkeit in der Offensive, zum anderen zu vielen Ballverlusten im Spielaufbau. "Die Leichtigkeit und die Frische im Kopf haben gefehlt, um in der Offensive in Erscheinung zu treten", kritisierte auch FCK-Coach Lieberknecht die Leistung seiner Mannschaft.

Was man dem 1. FC Kaiserslautern zugute halten muss, ist die personelle Situation. In Dresden fehlten zahlreiche potenzielle Stammspieler, so dass Ben Jungfleisch und David Schramm aus der U23 im Kader standen. Neben Naatan Skyttä waren mit Mika Haas, Kenny Prince Redondo, Daniel Hanslik, Mahir Emreli und dem schon länger ausfallenden Ivan Prtajin zahlreiche potenzielle Stützen außen vor.

"Eigentlich haben wir nichts zu verlieren"

Für Ritter keine Ausrede, ebenso stritt der 31-Jährige mangelndes Engagement ab. "Wir sind Sportler, spielen auch für uns und wollen immer das Maximale herausholen", sagte er. "Eigentlich haben wir nichts zu verlieren und können befreit aufspielen", befand Ritter und wirkte dabei ein wenig ratlos.

Fakt ist: Beim 1. FC Kaiserslautern entwickelt sich durch den jüngsten Negativtrend gerade eine unheilvolle Dynamik, die unbedingt gestoppt werden muss. Sonst geht es mit einem Stimmungstief in die Sommerpause und womöglich in die neue Saison. Die aktuelle Spielzeit ohne Erfolgserlebnisse austrudeln zu lassen, wäre fatal.

Torsten Lieberknecht: "Es gibt diese Phasen"

Das weiß auch Ritter. "Wir haben noch zwei Spiele, um die Saison noch ein bisschen schöner zu gestalten als sie aktuell ist", sagte er deshalb kämpferisch. "Es gibt diese Phasen - das zieht sich bei uns über die ganze Saison", sagte Trainer Lieberknecht. "Dass das für Unmut sorgt, ist ganz normal, weil der 1. FC Kaiserslautern ein emotionaler Verein ist. Wir müssen uns jetzt wieder aufrichten."

Kämpferische Durchhalteparolen also - was bleibt Lieberknecht und Co. sonst auch übrig? Weiter geht's für den FCK mit dem Heimspiel gegen Arminia Bielefeld (Freitag, 18:30 Uhr, live im Audiostream auf Sportschau.de). Eine von zwei Chancen für die Roten Teufel, den Turnaround gerade noch rechtzeitig zu schaffen.

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Johann Schicklinski