„Und jetzt queer!“: Warum Sichtbarkeit zählt
Queer war Literatur schon immer – man muss nur lernen, sie zu lesen. Im Gespräch: Bianca-Maria Braunshofer, Mitbegründerin der Wiener Buchhandlung o*books und Co-Autorin von „Und jetzt queer! Lesen jenseits der Norm", das sie gemeinsam mit Marlon Brand und Tobi Schiller geschrieben hat, illustriert von Jasmina El Bouamraoui.
Ein Buch, das von Sappho bis Kim de l'Horizon zeigt, wie viel Vielfalt im klassischen Kanon übersehen wurde und warum Sichtbarkeit in der Literatur gerade jetzt zählt.
Mord im Nobelkaufhaus: „Die Auster“
In „Die Auster“ erzählt Yael Inokai von einem Berliner Nobelkaufhaus, das an das KaDeWe erinnert, und von der 73-jährigen Putzfrau Leonora Bloch, die dessen Direktor ermordet auffindet.
Mit einer radikal entschleunigten Erzählperspektive macht Inokai Altersmüdigkeit und den bröckelnden Glanz des Konsums sichtbar. „Die Auster“ ist Krimi, Berlin-Roman und präzise Poetik des Alterns zugleich. Leander Berger hat ihren vierten Roman gelesen.
Spannend, komisch, traurig und klug: Yael Inokais neuer Roman „Die Auster“
Tod im Literaturhotel: Neuer Roman von Slata Roschal
Der Schauplatz von Slata Roschals dritten Roman „Es ist die Leichtigkeit, die den Herrn am Tisch von der Putzfrau unterscheidet“ ist ein Luxushotel. Dort prallen die Lebenswelten einer jungen Mutter, eines abgebrühten Literaturagenten und der osteuropäischen Zimmermädchen aufeinander.
Ein Krimi-Plot – der Tod eines Autors im Hotelzimmer – legt sich über die Themen, die Roschal verhandelt: Arbeitsmigration, Einkommensschere, Selbstausbeutung im Literaturbetrieb und die „feinen Unterschiede“ zwischen denen, die bedient werden, und denen, die putzen. Ob der Roman all diese Themen aushandeln kann, weiß Julia Schröder.
Tod des Autors im Luxushotel: Slata Roschals neuer Roman
Journalismus-Thriller aus dem Literaturbetrieb: Özge Inan im Gespräch über „Die Dichterin“
Emma Rodenstock, preisgekrönte Lyrikerin, ist die neue Stimme für Armutserfahrungen im Literaturbetrieb. Bis die junge Journalistin Nazanin Esfahani beginnt, Brüche in Emmas Herkunftsgeschichte zu entdecken. Die beiden sind die Hauptfiguren in Özge Inans Roman „Die Dichterin“.
Ein literarischer Journalismus-Thriller über Authentizität, Aufmerksamkeit und die Frage, wie viel Lüge der Literaturbetrieb verträgt. Ob Autorinnen und Autoren sich mitschuldig an dem System machen, von dem sie profitieren, beantwortet Inan im Gespräch im SWR Kultur „lesenswert Magazin“.
Özge Inan: „Ich mache mich als Autorin mitschuldig an dem, was ich beschreibe“
Psychothriller über eine zerstörerische Lüge: „Die Wahrheit über Ruby Cooper“
Im neuen Roman der irischen Bestsellerautorin Liz Nugent „Die Wahrheit über Ruby Cooper“ beschuldigt Ruby, Tochter eines Pastors aus Boston, den Freund ihrer Schwester der Vergewaltigung.
Über Jahrzehnte begleitet der Roman Ruby zwischen den USA und Dublin, durch Familienbrüche, Schauspielkarriere und Sucht. Ein psychologischer Spannungsroman, der seine Leserinnen mit einer abgründigen, schwer auszuhaltenden, aber unvergesslichen Figur konfrontiert, meint Rezensentin Theresa Hübner.
Liz Nugent: „Ich hoffe, die Leser werfen das Buch nicht gegen die Wand“