„Chelsea Girls hat mich nicht mehr losgelassen.“
„Ich habe Eileen Myles Buch „Chelsea Girls“ vor vielen, vielen Jahren gelesen, und es hat mich seither nicht mehr losgelassen“, schwärmt der indische Autor Jeet Thayil.
Darin erzählt die amerikanische Autor*in Myles von den 1980er Jahren in New York: von den eigenen lesbischen Beziehungen, den ersten künstlerischen Arbeiten und von der durchaus rauen amerikanischen Kunstszene. Das Buch erschien 1994 und wurde 2020 erstmals ins Deutsche übersetzt.
Belletristik, Sachbuch oder Memoir?
„Das Buch ist bewegend, es zeugt von emotionaler Intelligenz und es ist wunderschön geschrieben,“ äußert Jeet Thayil.
„Außerdem ist es ein experimentelles Werk, denn schon vor so langer Zeit wusste Eileen Myles, dass diese Etiketten, die wir der Literatur aufdrücken – Belletristik, Sachbuch, Memoir –, nichts bedeuten. Etiketten sind etwas für Apotheker und ihre Regale. Aber Etiketten sind nichts für Künstler.“
Eileen Myles performt mit der ILB House Band
Jeet Thayil ist Kurator beim internationalen literaturfestival berlin 2026. Da er auch Musiker ist, wird das diesjährige Festival außergewöhnlich musikalisch.
Sogar eine ILB House Band wurde gegründet. Bandleader ist der Schlagzeuger Diego Piñera. Mit dieser Band wird auch Eileen Myles während des Festivals performen.
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Maureen Duffys „Kind der Liebe“ ist ein Sommerroman in Italien und Lehrstück über nicht-binäres Erzählen aus dem Jahr 1971, das heute wieder besonders zeitgemäß ist.