Buchkritik

„Generation Rechts“: Warum sich junge Menschen nach rechts orientieren

Warum entfernen sich manche junge Menschen von der politischen Mitte? Der Psychologe und Generationenforscher Rüdiger Maas geht dieser Frage in seinem Buch „Generation Rechts“ nach.

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Stand

Überbehütung und Verunsicherung als Ursachen

Maas sehe einen Grund für das Interesse junger Menschen an rechtspopulistischen Positionen darin, dass diese Generation in vergleichsweise sicheren Verhältnissen aufgewachsen sei. Deshalb habe sie weniger gelernt, mit Krisen und Widerständen umzugehen, sagt SWR-Redakteurin Ines Kunze zu dem Buch.

Hinzu komme der Einfluss sozialer Medien, deren Algorithmen oft extreme und emotionale Inhalte bevorzugten. Viele junge Menschen seien deshalb besonders anfällig für einfache politische Antworten auf komplexe Probleme.

Mehr Dialog statt schneller Urteile

Gegen den Rechtsruck empfiehlt Maas hauptsächlich Gespräche statt Ausgrenzung. Wer mit problematischen politischen Ansichten konfrontiert werde, solle zunächst nachfragen und versuchen, Hintergründe und Unsicherheiten zu verstehen.

Seine Analyse stößt bei Ines Kunze allerdings auch auf Kritik. So bemängelt sie pauschale Zuschreibungen und hält den provokanten Titel „Generation Rechts“ für nur bedingt treffend.

Ihr Fazit: Das Buch liefere einzelne interessante Denkanstöße, sei insgesamt aber mit Vorsicht zu lesen.

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Gespräch SWR Kultur

Erstmals publiziert am
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Das Interview führte
Doris Maull
Doris Maull
Interview mit
Ines Kunze